Handball

Klimpke entschuldigt sich "Ist aus mir rausgebrochen"

"Das bin nicht ich!"

Klimpke entschuldigt sich nach scharfer DHB-Kritik: "Ist aus mir rausgebrochen"

Er entschuldigte sich am Tag nach seinem folgenschweren Statement: Till Klimpke.

Er entschuldigte sich am Tag nach seinem folgenschweren Statement: Till Klimpke. imago images

Die HSG Wetzlar hatte gerade ihr Heimspiel gegen die Füchse Berlin (30:36) verloren, als Keeper Till Klimpke vor die TV-Kameras trat. Der sichtlich emotionale Kapitän der Hessen, der nicht für den erweiterten Kader der Nationalmannschaft für die Heim-EM im kommenden Januar nominiert worden war, sprach von "vielen Ahnungslosen" beim DHB.

"Dann kommt es mal so, dass man nicht eingeladen wird, wenn man nicht der beste Freund vom Bundestrainer ist", kritisierte Klimpke unter anderem am "Dyn"-Mikrofon. Eine öffentliche Schelte, die sich gewaschen hatte. Die der Keeper allerdings tags darauf schwer bereute.

In einem langen, in den sozialen Medien verbreiteten Statement begann der 25-Jährige: "Hiermit möchte ich mich bei den Verantwortlichen des Deutschen Handballbundes und Bundestrainer Alfred Gislason für mein gestriges Statement im Dyn-Interview nach dem Heimspiel gegen die Füchse Berlin in aller Form entschuldigen. Erst heute morgen sind mir die Auswirkung meiner Aussagen so richtig bewusst geworden. Das bin nicht ich!"

Er sei ein "emotional leistungsorientierter Handballprofi", dessen Traum von der Nationalmannschaft bereits in der Kindheit reifte. "Die Nichtnominierung für den erweiterten EM-Kader des DHB hat mir schwer zu schaffen gemacht", erklärte Klimpke, der anfügte: "Dazu kam dieser Tage der schmerzhafte Verlust meiner geliebten Oma." All das dürfe dennoch "keine Entschuldigung sein, dass ich so etwas sage". Gerade in seiner Rolle als Nationalspieler und HSG-Kapitän habe er eine Vorbildfunktion.

Thema Nationalmannschaft für Klimpke nicht abgehakt

"Wir haben zuvor eine, aus meiner Sicht, gute Leistung gegen einen herausragenden Gegner gebracht, unser Heimspiel aber leider mit 30:36 verloren. Darüber war ich in diesem Moment sehr enttäuscht. Als mir der Journalist dann auch noch die Frage zur Nichtnominierung der Nationalmannschaft stellte, ist es passiert: meine Frustration und Enttäuschung ist aus mir rausgebrochen", schreibt Klimpke: "Vielleicht kann man als Mensch verstehen, dass, wenn man in der extremen Enttäuschung nach einer Niederlage, nach einer Sache gefragt wird, die einem wahnsinnig am Herzen liegt, nämlich für Deutschland zu spielen und vielleicht noch bei einer EM im eigenen Land, man etwas von sich gibt, was man gar nicht so meint. Daher kann ich heute nur sagen, es tut mir wahnsinnig leid."

Auf eine Rückkehr in die Nationalmannschaft habe Klimpke weiter große Lust. "Ich hoffe, dass ich auch noch in Zukunft, wenn meine Leistungen nachhaltig stimmen, die gleiche faire Chance wie alle anderen bekomme, wieder meinen Traum zu verwirklichen."

msc

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