2. Bundesliga

Klauß zum Restprogramm: "Angeguckt, aber wieder vergessen"

Bleibt Nürnberg im Aufstiegsrennen am Ball?

Klauß zum Restprogramm: "Habe es angeguckt, aber schon wieder vergessen"

Die Anspannung steigt: Der FCN und Robert Klauß wollen am Sonntag die harte Nuss Sandhausen knacken.

Die Anspannung steigt: Der FCN und Robert Klauß wollen am Sonntag die harte Nuss Sandhausen knacken. IMAGO/Zink

Wie immer gilt es für Klauß, dem morgen im Abschlusstraining alle Spieler zur Verfügung stehen, Personalentscheidungen zu treffen. Weil er aus dem Vollen schöpfen kann, hat er die Qual der Wahl. Und wie immer verriet der 35-Jährige am Freitag nicht, wie er das Aufstellungspuzzle lösen und ob er beispielsweise erneut auf Florian Hübner oder den nach Gelbsperre zurückkehrenden Asger Sörensen setzen wird.

Über 40.000 Fans werden ins Stadion pilgern. Ausdruck der gestiegenen Erwartungshaltung? Mit zuletzt guten Ergebnissen und auch dem Punkt und Spiel in Bremen (1:1) habe die Mannschaft Argumente geliefert, seine Mannschaft zu unterstützen, meinte Klauß, das gute Wetter und das nahe Volksfest spiele beim Zuschauerzuspruch vielleicht auch eine Rolle. Er hoffe, dass es eine "runde Sache" werde für die, die ins Stadion kommen und auch, dass "wir ihnen ein Geschenk machen können mit einem guten Spiel und drei Punkten".

Anpassungsfähigkeit ist eine unserer Stärken.

Robert Klauß

Dass man sich mit dem SVS eine Woche nach der Partie bei Werder, das in der Liga mit den meisten Ballbesitz habe, auf das Team mit dem wenigsten Ballbesitz einstellen müsse, sieht Klauß nicht als großes Problem. "Wir haben lange zusammengearbeitet, Anpassungsfähigkeit ist eine unserer Stärken." Dass Sandhausen robust agiere, mit vielen Spielern hinter dem Ball, sei zu erwarten. Lösungen, wie der Gegner zu "knacken" sei, wurden unter der Woche erarbeitet.

Dabei blickte der FCN-Coach auch noch einmal in den Rückspiegel, denn im Gegensatz zum 2:1-Sieg am Hardtwald, "wo wir es 70 Minuten "kacke" gemacht und Einfachheit haben vermissen lassen, sollten wir es nicht zu kompliziert machen". Seine Erwartungshaltung: "Kreative, mutige Lösungen finden in einer Anordnung, die es einfach macht, Entscheidungen zu treffen."

"Aus der Drucksituation Positives ziehen"

Gegen Sandhausen hat der Club, der aktuell 50 Punkte auf dem Konto hat, im Vergleich zu den Partien bei St. Pauli (53) und daheim gegen Schalke (56) am letzten Spieltag eine vermeintlich leichtere Aufgabe. Ob seine Schützlinge Druck verspüren? "Das werden wir sehen. Ich weiß auch nicht, ob es einfacher sein wird", denkt der Trainer sicherlich auch an die guten Ergebnisse des SVS gegen Spitzenteams. Eine Drucksituation könne sich im Spiel entwickeln. Dann bräuchte man die Zuschauer, um positive Energie zu erzeugen. "Wir wollen zeigen, dass wir bis zum Letzten gehen und alles geben, dann kann man aus einer Druckposition Positives ziehen."

Zum Ende der Pressekonferenz folgte die (unvermeidliche) Frage nach dem Restprogramm. "Ich habe es schon mal angeguckt, aber nicht parat, habe es schon wieder vergessen." Es mache auch wenig Sinn, jetzt schon mit zukünftigen Punkten zu planen, da werde man von der Realität überholt und zudem würde sich die Konstellation ständig ändern. Deshalb: "Wichtig ist, ein gutes Spiel gegen Sandhausen zu machen und wenn möglich einen Dreier zu holen."

jch

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