2. Bundesliga

FCN-Coach Robert Klauß verspricht kein Déjà-vu

Nürnbergs Trainer setzt sich unter Druck

Klauß verspricht kein Déjà-vu

Nur die Ruhe: Club-Trainer Robert Klauß verspricht eine "sorgenfreie Saison".

Nur die Ruhe: Club-Trainer Robert Klauß verspricht eine "sorgenfreie Saison". picture alliance

Nein, Klauß konnte mit der Reaktion seiner Schützlinge nach der unnötigen 2:3-Pleite bei Aufsteiger Braunschweig nicht zufrieden sein. Dennoch erlebte man nach der Partie gegen Düsseldorf (1:1) beim Handshake mit Fortuna-Coach Uwe Rösler einen lachenden Club-Coach, dessen Fazit nach dem vierten Remis der noch jungen Saison dazu auch positiver ausfiel, als es das dröge Spiel tatsächlich hergegeben hatte.

Der 35-Jährige erklärt: Er wolle nicht direkt nach dem Spiel "auf seine Mannschaft draufhauen". Intern jedoch, so Klauß, erfolge eine sehr kritische Betrachtung und Aufarbeitung. Das muss auch so sein, denn mit mageren sieben Zählern gestartet (deren neun waren es zum Vergleich in der letzten Saison) rangiert der FCN auf Relegationsplatz 16 - und Anlass zur Sorge gibt nicht nur die Tabellenposition allein, sondern auch bisher kaum wirklich gelungene Vorträge seines Teams und fortwährendes Abschenken von möglichen Punkten nach eigener Führung - ein altbekanntes Problem.

Uns war klar, dass es ein langwieriger Prozess werden kann.

Robert Klauß

"Uns war klar, dass es ein langwieriger Prozess werden kann", bittet der junge Coach um Geduld, die Entwicklung könne "zwei Drittel der Saison" in Anspruch nehmen. Eine Prognose, die das kritische und sorgenvolle Umfeld des 1. FC Nürnberg sicherlich nicht allzu gerne hört, natürlich auch angesichts des gerade noch abgewendeten Abstiegs.

Gerade die letzten Spiele haben in Bezug auf die Lernfähigkeit der Club-Profis gezeigt, dass noch viel Nachholbedarf besteht. "Zielstrebig und organisiert im Spiel gegen den Ball", wie von Klauß erwünscht, war der FCN in Braunschweig nur phasenweise. "Begeisterung, Leidenschaft und Emotion", wie vom Coach eingefordert, blieben bei den Heimremis gegen Karlsruhe (1:1) und Düsseldorf weitgehend auf der Strecke. Dennoch ist Klauß davon überzeugt, ein Dèjá-vu wie in der vergangenen Spielzeit ausschließen zu können: "Wir werden unsere Punkte holen und eine sorgenfreie Saison spielen."

Drei schwere Kaliber in Serie

Die bisher ausbaufähige Bilanz gilt es nun am besten in den nächsten drei Partien (Osnabrück/A, Fürth/H und Paderborn/A) aufzubessern. Denn Aussagekraft erhalte die Tabelle für Klauß erst nach "dem 10. Spieltag". Er lehnt sich damit aus dem Fenster und setzt sich damit selbst unter Druck: Für eine Serie, die alles schnell gerade rücken könnte, gibt es auch angesichts der aktuellen Formkurven sicherlich leichtere Gegner.

jch/fl

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