2. Bundesliga

Robert Klauß zu Club-Fans: "Hat im Fußball nichts verloren"

Nach der Niederlage in Darmstadt

Klauß in Richtung Club-Fans: "Das hat im Fußball nichts verloren"

War nach der Leistung seiner Mannschaft bedient: Club-Trainer Robert Klauß.

War nach der Leistung seiner Mannschaft bedient: Club-Trainer Robert Klauß. IMAGO/Zink

62 Prozent Ballbesitz, über 200 gespielte Pässe mehr, doch die Tore erzielte der Gegner. "Wir haben viel zu wenig nach vorne kreiert", resümierte Trainer Robert Klauß nach dem 0:2 seinen Clubs gegen Darmstadt 98. "In den entscheidenden Zonen, dem eigenen und dem gegnerischen Strafraum, war der Gegner einfach besser. Da können wir uns nichts davon kaufen, dass wir zwischendrin Spielkontrolle hatten", analysierte er auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Nach der fünften Niederlage der noch jungen Saison steht der Club mit gerade einmal zehn Zählern derzeit auf dem zwölften Tabellenplatz - zu wenig für ambitionierte Nürnberger. "Fakt ist, dass wir heute diese Gier, unbedingt Tore machen zu wollen, nicht auf den Platz gebracht haben", ärgerte sich der 37-Jährige. "Wir haben nicht gezeigt, was wir können."

Klauß an die Fans: "Bitte lasst so etwas, das brauchen wir nicht"

Doch nicht nur das Geschehen auf dem Platz erhitzte die Gemüter, auch das Fehlverhalten des Nürnberger Anhangs wurde Thema. Doch was war passiert? In der 68. Spielminute wurde der Mann des Tages, Tobias Kempe, der das 1:0 selbst erzielt und den zweiten Treffer vorbereitet hatte, bei der Ausführung eines Eckballs von einem Becher aus dem Nürnberger Block getroffen.

"Grundsätzlich haben wir auswärts immer einen tollen Support, unsere Fans nehmen auch weite Reisen in Kauf", begann der Trainer, der dann aber deutlich wurde. "Dennoch würde ich bitten, dass man so einen Scheiß unterlässt. Das hat im Fußball nichts verloren."

Für Kempe, der zwischen 2016 und 2017 selbst die Schuhe für die Franken schnürte, hatte Klauß dagegen nur lobende Worte übrig. Die Reaktion des 33-Jährigen sei "bemerkenswert" gewesen, so Klauß. "Es war gut, dass er ruhig geblieben ist, so haben wir die Partie schnell fortführen können", betonte der Trainer und appellierte nochmals an die eigenen Fans. "Bitte lasst so etwas, das brauchen wir nicht. Es kann kein gegnerischer Spieler etwas dafür, wenn wir hinten liegen."

Während der Länderspielpause gibt es also genug Gesprächsbedarf in Nürnberg. Weiter geht es für den FCN am 2. Oktober (13.30 Uhr, LIVE bei kicker) beim Karlsruher SC. 

cfr