2. Bundesliga

Klauß: "Gegen Fürth muss man nicht unbedingt mit einem Sieg rechnen"

Fürth erweist sich als eine Nummer zu groß für Nürnberg

Klauß: "Gegen Fürth muss man nicht unbedingt mit einem Sieg rechnen"

Club-Coach Robert Klauß sah im Derby ein "Spiegelbild der Saison".

Club-Coach Robert Klauß sah im Derby ein "Spiegelbild der Saison". imago images

"Gegen Fürth muss man nicht unbedingt mit einem Sieg rechnen", umschrieb FCN-Coach Robert Klauß nach dem 2:3 am Sonntagnachmittag die - nach dem fünften Fürther Sieg in Folge in Nürnberg - gar nicht mehr so neue Rangordnung. Ein Satz, den die Club-Fans sicher nicht gerne hören wollen, der aber den Kern der Wahrheit trifft.

Denn die SpVgg war lange Zeit die spielerisch klar bessere Mannschaft. Die Automatismen beim Kleeblatt griffen, ein fußballerischer Plan war zu erkennen und auch die entscheidenden Duelle gingen an Weiß-Grün. Demgegenüber blieb beim 1. FCN vieles Stückwerk, es regierte die Hoffnung auf Geniestreiche der beiden Angreifer Manuel Schäffler und Robin Hack. "Es war ein verdienter Sieg der Fürther", bilanzierte Klauß kurz und knapp.

Club offenbart eklatante Defensivschwächen

An dieser Einschätzung änderte auch die letzte halbe Stunde nichts mehr, als der Club mit Kampfgeist und Willen Fürth Paroli bot und sogar der Ausgleich in der Luft lag. Doch in den Phasen zuvor offenbarten sich einmal mehr eklatante Schwächen, besonders in der Defensive. "Die Tore müssen wir besser verteidigen", gestand Schäffler auf der FCN-Website ein. Nach dem dritten Gegentreffer drohte gar ein Debakel. "Danach sind wir getaumelt und hatten Glück, nicht noch ein Gegentor zu bekommen", sagte Klauß.

Wie so oft in dieser Saison schaffte es der Club im Derby nicht, sein Potenzial über die komplette Spielzeit auf den Rasen zu bringen. "Das Spiel war ein Spiegelbild unserer Leistungsfähigkeit", sagte Klauß und bemängelte einmal mehr die fehlende Konstanz.

Aller Voraussicht nach wird das sich "in Entwicklung" befindliche Nürnberger Team auch im weiteren Saisonverlauf Auf und Abs zeigen. Bei aktuell nur zwei Zählern Rückstand auf die gefährdete Zone sollten es aber nicht zu viele Abs werden, sonst könnte wie in der vergangenen Spielzeit Zittern bis zur letzten Sekunde angesagt sein. Eine Erkenntnis ist aber gewiss: Die Spitzenteams, zu denen Fürth durch den Sprung auf Rang eins definitiv gehört, sind momentan eine Nummer zu groß für den Club.

jer/lin

Derby-Spezialisten, Rekordspieler und die Nummer 1 in Franken