Bundesliga

Bayerns Joshua Kimmich: Immer wieder Borussia Dortmund

Gute Bilanz gegen den Rivalen

Kimmich: Immer wieder Dortmund

Joshua Kimmich hat sich im Hinspiel bei Borussia Dortmund verletzt - nun peilt er einen Sieg an.

Joshua Kimmich hat sich im Hinspiel bei Borussia Dortmund verletzt - nun peilt er einen Sieg an. imago images

Joshua Kimmich und Borussia Dortmund, das ist eine besondere Beziehung. Zunächst die nackten Zahlen: In 17 Pflichtspielduellen mit der Borussia - elfmal in der Bundesliga, zweimal im DFB-Pokal und viermal im Supercup - ging Kimmich 13-mal als Sieger vom Rasen, eine beeindruckende Bilanz. Dazu kommen ein Remis und drei Niederlagen, zwei in der Liga, eine im Supercup 2019.

Vor allem in jüngerer Vergangenheit spielte der Nationalspieler eine zentrale Rolle. Beim 1:0-Auswärtssieg im vergangenen Mai erzielte der 26-Jährige mit einem feinen Heber den Siegtreffer, gleichbedeutend mit einem Meilenstein auf dem Weg zum achten Meistertitel in Serie. Ende September hatte der BVB einen 0:2-Rückstand im Supercup in der Allianz-Arena egalisiert, die Partie schien zu kippen, doch dann trieb Kimmich mit einer Energieleistung den Ball nach vorne und schloss im Fallen erfolgreich ab. Ein Treffer der Marke "Eigentlich unmöglich", eine Mischung aus purem Willen und Glück. "Seitdem ich hier bin, war Dortmund immer unser größter Konkurrent. Die Spiele waren meist sehr eng, vor allem in Dortmund. Zu Hause konnten wir es oft für uns entscheiden und das ist auch diesmal unser Ziel", sagte Kimmich dieser Tage dem vereinseigenen Portal fcbayern.com.

"Wir haben zwar ein paar Punkte Vorsprung, aber..."

Auch das Duell in der Hinrunde gewannen die Münchner mit 3:2, allerdings verletzte sich Kimmich schon in der ersten Halbzeit schwer. "Es war ein Unfall, das passiert", blickt er zurück. Ein hoher Preis, gehört der Sechser doch neben Manuel Neuer, Thomas Müller und Robert Lewandowski zur Achse der unersetzlichen Spieler beim Rekordmeister, zumindest über einen längeren Zeitraum. Tatsächlich kam der FCB im Herbst ohne Kimmich etwas vom Kurs ab, drei Unentschieden bei zwei Siegen lautete die Bundesliga-Bilanz ohne ihn. Kaum zurück, bereitete Kimmich als Einwechselspieler das Last-Minute-Siegtor von Robert Lewandowski in Leverkusen vor und demonstrierte damit seine Wichtigkeit.

Auch im neuen Jahr bewies er seinen Wert fürs Team, in den jüngsten Partien wirkte Kimmich allerdings nicht schlecht, aber auch nicht mehr ganz so gut in Form. Entscheidend wird gegen Dortmund sein, dass er als Sechser einerseits Akzente nach vorne setzt, dem BVB aber andererseits auch keine Räume beim Umschaltspiel durch die Mitte gibt. "Wir haben zwar ein paar Punkte Vorsprung, aber Dortmund hat die Qualität oben mitzuspielen. Daher macht die Mentalität am Ende vielleicht den Unterschied. Man muss also schon merken, dass wir das unbedingt wollen." Kein Zweifel, dass Kimmich in dieser Beziehung vorangehen wird.

Frank Linkesch