Champions League

Kiew-Trainer Lucescu zollt Sturm Respekt: "Ich sehe sie auf einer Höhe mit Salzburg"

Die Ukrainer stehen im CL-Play-off

Kiew-Trainer Lucescu zollt Sturm Respekt: "Ich sehe sie auf einer Höhe mit Salzburg"

Freute sich über den Sieg: Mircea Lucescu.

Freute sich über den Sieg: Mircea Lucescu. GEPA pictures

Dynamo Kiew hat es schon wieder getan: Nachdem die Ukrainer bereits in der zweiten Qualifikationsrunde zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul erst nach Verlängerung weitergekommen waren, benötigten sie auch gegen Sturm Graz 30 zusätzliche Minuten, um den Aufstieg in die nächste Runde zu fixieren. Grund dafür war ein äußerst ambitionierter Auftritt der Steirer, der Kiew nach dem 1:0 im Hinspiel noch einmal gehörig in Bedrängnis brachte.

Champions-League-Qualifikation - 3. Runde

"Das war ein sehr schweres Spiel für uns", fasste Trainer Mircea Lucescu den Abend aus der Sicht seiner Mannschaft zusammen. Erst in der Verlängerung wusste Kiew die Partie vermehrt zu dominieren, insbesondere von der Ersatzbank konnte der rumänische Übungsleiter mehr Qualität einwechseln als sein Pendant Christian Ilzer: "Es ist uns zunächst gelungen, uns im Spiel zu halten und dann in den letzten 30 Minuten es zu drehen."

Sturm lässt Chancen auf 2:0 liegen

Zwar hatte Dynamo das Spiel auch in der regulären Spielzeit meist gut unter Kontrolle, dennoch konnte Sturm immer wieder vereinzelte Nadelstiche setzen. So hatten etwa Tomi Horvat (64.) und David Affengruber (65.) nach etwas mehr als einer Stunde die Chance, die Führung des österreichischen Vizemeisters nach dem Treffer von Rasmus Höjlund in Minute 27 zu verdoppeln.

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"Sturm Graz war physisch sehr stark mit gutem Pressing", lobte Lucescu die Steirer, denen angesichts der kräftezehrenden Spielweise und der Verletzungen zweier Schlüsselspieler (Jakob Jantscher und Otar Kiteishvili) in der Verlängerung letztlich Kraft und Klasse fehlten, um Kiew gegen Ende der Partie vor noch größere Probleme zu stellen. 

Kiew trifft im Play-off auf Benfica

"Wir haben mit unserer Erfahrung dieses Spiel entschieden", sah Lucescu auch die Routine seiner Spieler als ausschlaggebenden Faktor für den Sieg. Im Champions-League-Play-off trifft der 16-fache ukrainische Meister mit Benfica Lissabon nun auf einen Gegner, der sich mit Kiew auch in dieser Hinsicht zumindest auf Augenhöhe befindet. Für Sturm geht es im Herbst in der Europa-League-Gruppenphase weiter.

Vor dem ersten Spiel am 8. September wartet auf die Grazer nun aber wieder der Bundesliga-Alltag. Nach drei Spieltagen hält die Ilzer-Elf bei fünf Zählern, der einzige Sieg gelang bislang gegen Red Bull Salzburg. Glaubt man Lucescu, könnten die Schwarz-Weißen den Serienmeister in der laufenden Saison sogar dauerhaft gefährden: "Sturm Graz wird eine gute Meisterschaft spielen, ich sehe sie auf einer Höhe mit Salzburg."

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nf

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