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In Friedenstrikots: Füchse Berlin feiern ersten Sieg in Kiel überhaupt

THW muss Meisterschaft endgültig abhaken

In Friedenstrikots: Füchse Berlin feiern ersten Sieg in Kiel überhaupt

Mit elf Treffern überragender Füchse-Akteur: Hans Lindberg.

Mit elf Treffern überragender Füchse-Akteur: Hans Lindberg. IMAGO/Eibner

Im Verfolgerduell in Kiel setzten sich die Füchse Berlin mit 31:27 (19:15) durch. Das Team von Trainer Jaron Siewert bleibt in der Tabelle der Handball-Bundesliga mit 35:9 Punkten vorerst Dritter, hat jedoch zwei Spiele weniger absolviert als die Kieler (38:10). Beste Werfer vor 6000 Zuschauern waren Niclas Ekberg und Domagoj Duvnjak mit je fünf Toren für den THW sowie Hans Lindberg mit elf Treffern für die Füchse.

"Wir haben in der ersten Halbzeit nicht die nötige Leistung gezeigt. Das war der Schlüssel", sagte THW-Trainer Filip Jicha nach dem Spiel bei Sky. Steffen Weinhold bekannte im NDR: "Die Füchse haben verdient gewonnen."

THW muss jetzt "den zweiten Platz noch irgendwie holen"

Bei nunmehr acht Minuspunkten mehr als Spitzenreiter Magdeburg ist der Zug in Sachen Meisterschaft für die Kieler wohl endgültig abgefahren. "Jetzt müssen wir gucken, dass wir den zweiten Platz noch irgendwie holen", konstatierte THW-Linksaußen Rune Dahmke.

Hier zu gewinnen, ist einmalig. Das fühlt sich schon cool an

Füchse-Trainer Jaron Siewert

"Wir haben das Torhüterduell gewonnen und viele Sachen toll gemacht", analysierte hingegen Berlins Rechtsaußen Lindberg. "Hier zu gewinnen, ist einmalig. Das fühlt sich schon cool an", freute sich Trainer Siewert beim NDR.

Klare Botschaften in Kiel: Friedenszeichen und Stop War! 

Beide Mannschaften waren wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine in Sondertrikots in die Partie gegangen. Auf den Jerseys der Kieler war das Friedenszeichen aufgedruckt. Die Berliner spielten in die ukrainischen Nationalfarben Blau und Gelb und mit der Botschaft "StopWar!" auf der Brust.

Berlin fand sofort in die Partie. Vier Treffer von Lindberg sorgten für eine 4:1-Führung (5.). Das Kieler Zwischenhoch zum 6:6 (11.) konterten die Hauptstädter zum 17:12 (24.). Der THW, bei dem Sander Sagosen früh mit einer Schulterverletzung ausschied, tat sich gegen die aufmerksam agierende Füchse-Abwehr sehr schwer. Die Gastgeber agierten lange mit dem siebten Feldspieler, hielten das Spiel bis zum 25:25 (51.) offen. Drei Treffer in Serie aber brachten die Gäste endgültig auf die Siegerstraße.

THW Kiel - Füchse Berlin 27:31 (15:19)

Tore THW Kiel: Duvnjak 5, Ekberg 5/4, M. Landin 4, Reinkind 4, Sagosen 3, Wiencek 3, Pekeler 1, Weinhold 1, Zarabec 1
Füchse Berlin: Lindberg 11/2, Matthes 5, Wiede 4, Andersson 3, Holm 3, Beneke 2, Marsenic 2, Drux 1
Schiedsrichter: Fabian Baumgart (Altenheim)/Sascha Wild (Elgersweiher)
Zuschauer: 6000
Strafminuten: 4 / 8
Disqualifikation: - / -

dpa/sid

Johannes Bitter

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