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Nadine Keßler: Super League der Frauen "direkte Bedrohung"

Ex-Nationalspielerin und UEFA-Delegierte äußert sich

Keßler: Super League der Frauen "direkte Bedrohung"

Geschlossene Super League wäre für nationale Ligen im Frauenfußball "verheerend": Nadine Keßler.

Geschlossene Super League wäre für nationale Ligen im Frauenfußball "verheerend": Nadine Keßler. Getty Images

Keßler, einst Europameisterin mit Deutschland, bekräftigte ihre Kritik in einem Twitter-Beitrag. Die 33-Jährige, die mittlerweile bei der UEFA für die Frauen-Wettbewerbe verantwortlich zeichnet, wies darauf hin, dass das aktuelle Fußballsystem "alles von den Graswurzeln bis zur Elite, einschließlich des Frauenfußballs", finanziere: "Das sind lebenswichtige Finanzströme, von denen diese Teile des Spiels, unser Spiel, abhängen."

Reformierte Frauen-CL mit Gruppenphase "sichtbarer"

Die in der Gründungsverkündung der zwölf Klubs aus Spanien, England und Italien erwähnte Super League auch für den Frauenfußball sieht die 33-Jährige als "direkte Bedrohung" der "sorgfältig erarbeiteten" Pläne für die ab Sommer veränderte Champions League. Die reformierte Königsklasse mit einer Gruppenphase und einer zentralen Vermarktung der Fernsehbilder könne "sichtbarer" werden, biete "mehr Wettbewerb, finanzielle Belohnung und Solidarität". Damit könne eine neue Ära für den Frauenfußball eingeläutet werden.

Ein in sich geschlossener Wettbewerb wie die Super League wäre indes "verheerend" für die nationalen Ligen im Frauenfußball. Für eine weitere Professionalisierung müssten die Klubs die Ambition leben können, die Champions League zu erreichen.

aho/sid