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Kepa droht die Bank: FC Chelsea verpflichtet Edouard Mendy

Neuer Torwart aus Rennes - ein gutes Omen?

Kepa droht die Bank: Chelsea verpflichtet Mendy bis 2025

Teamkollegen und Konkurrenten: Kepa und Edouard Mendy.

Teamkollegen und Konkurrenten: Kepa und Edouard Mendy. imago images

Als er bei der 0:2-Niederlage gegen Liverpool am Sonntag erneut schwer patzte, bekam Kepa vom unerbittlichen englischen Boulevard etwas ganz Seltenes: Mitleid. Jetzt ist der teuerste Keeper der Welt seinen Platz im Tor des FC Chelsea wohl endgültig los.

Am Donnerstag verpflichteten die Blues Edouard Mendy, den Schlussmann von Stade Rennes und der senegalesischen Nationalmannschaft, für kolportierte 24 Millionen Euro und statteten ihn mit einem Vertrag bis 2025 aus. Offiziell soll er mit Kepa um den Platz im Tor "konkurrieren", inoffiziell ist er wohl gleich als Nachfolger eingeplant - zu schlecht sind seit Monaten Kepas Leistungen.

Der spanische Nationalkeeper, der 2018 für 80 Millionen Euro von Athletic Bilbao an die Stamford Bridge gewechselt war und einen Vertrag bis 2025 unterschrieben hatte, war in der abgelaufenen Saison der statistisch schlechteste Torwart der Premier League; zwischenzeitlich verlor er seinen Platz an den 38-jährigen Ersatzmann Willy Caballero.

Auch Mendy wird sich erst mal an die Premier League gewöhnen müssen

Und auch die neue Saison eröffnete Kepa gleich mit mehreren Unsicherheiten. "Jetzt versuchen wir, ihm neues Selbstvertrauen einzuimpfen, denn das ist wichtig", sagte Trainer Frank Lampard nach Kepas bemitleidenswertem Auftritt gegen Liverpool.

Ob da ein neuer Konkurrent die richtige Maßnahme ist? Fakt ist: Auch Mendy, der erst im Sommer 2019 für vier Millionen Euro von Stade Reims nach Rennes gewechselt war, wird sich erst einmal an die Premier League gewöhnen müssen.

Mendy hat eine starke Saison hinter sich - und Cech als gutes Omen

Immerhin hat er eine deutlich stärkere Saison hinter sich als sein neuer Konkurrent. In der Ligue 1, die Rennes erstmals auf einem Champions-League-Platz abschloss, kassierte er nur alle 114 Minuten ein Gegentor, Kepa alle 63. 76 Prozent aller Schüsse wehrte er ab, Kepa 54. Mit seiner Verpflichtung hofft der FC Chelsea nach der kostspieligen Einkaufstour in diesem Sommer auch die letzte große Baustelle im Kader geschlossen zu haben.

Und ein gutes Omen hat Mendy auf seiner Seite: Auch Klubikone Petr Cech war 2004 von Rennes zu Chelsea gewechselt. Als Technischer Berater der Blues hatte der Ex-Keeper der offiziellen Klubmitteilung zufolge großen Einfluss auf Mendys Transfer.

jpe