3. Liga

Kellerduell zwischen Carl Zeiss Jena und Preußen Münster

Preußen Münster gastiert bei Carl Zeiss Jena

Kellerduell zum Jahresauftakt: "Der Druck ist unglaublich hoch"

Stehen sich beim Abstiegskracher am Samstag gegenüber: Preußen Münster mit Sascha Hildmann (li.) und Carl Zeiss Jena mit Rico Schmitt (re.).

Stehen sich beim Abstiegskracher am Samstag gegenüber: Preußen Münster mit Sascha Hildmann (li.) und Carl Zeiss Jena mit Rico Schmitt (re.). imago images (2)

"Unglaublich hoch" sei der Druck, der auf den Spielern laste, sagt Jenas Präsident Klaus Berka vor der Partie am Samstag (14 Uhr, LIVE! bei kicker). Neun Punkte trennen die Thüringer vor dem Kellerkracher vom rettenden Ufer. Bei einer Niederlage gegen Münster würden es definitiv mehr werden, da zeitgleich beim Duell Chemnitz gegen Köln der 17. auf den 16. trifft und mindestens eine Mannschaft punkten wird.

Ein Sieg gegen Münster wäre also dringend nötig - aber zuletzt kam es personell knüppeldick. Binnen zwei Tagen wurden in der vergangenen Woche bei Justin Schau und Manuel Maranda jeweils ein Haarriss im Fuß diagnostiziert, Ole Käuper musste das Trainingslager in der Türkei mit Sprunggelenksproblemen abbrechen, Dominic Volkmer im abschließenden Testspiel gegen Lok Leipzig (2:1) mit Herzrasen vorzeitig ausgewechselt und ins Krankenhaus gebracht werden. Viele Ausfälle für eine eigentlich spielfreie Zeit - zumal alle vier Akteure zuletzt Stammkräfte waren.

Immerhin: In Jannis Kübler, Erol Zejnullahu, Jo Coppens und Marian Sarr kehrt auch ein Quartett zurück, das vor der Winterpause nicht zur Verfügung stand. Gut möglich also, dass Jena das Schicksalsspiel mit einer deutlich veränderten Startformation angeht.

Hoffnungsträger Hildmann: Wird Münster defensiv stabiler?

Gleiches gilt auch für die Gäste aus Münster - allerdings vornehmlich aus anderen Gründen. Denn im Kader der Preußen gab es in der Winterpause die ein oder andere relevante Veränderung. In Rufat Dadashov verließ der beste Torschütze der laufenden Saison den Verein, dafür kamen in Jan Löhmannsröben und Oliver Steurer zwei potenzielle Stammspieler für den Defensivbereich.

Die größte Veränderung fand jedoch an der Seitenlinie statt: Sascha Hildmann übernahm die Münsteraner in der Winterpause und will "der Mannschaft Stabilität geben." Dafür wird Hildmann wohl das bisherige System umstellen. In den Testspielen griff er zum 3-4-3, unter Vorgänger Sven Hübscher sowie Interimstrainer Arne Barez war Münster in der Regel mit Viererkette angetreten. Das Ziel: defensive Disziplin und Kompaktheit. Dafür will Münster unter Hildmann künftig stehen.

In der Vorbereitung hinterließen der neue Coach und seine Elf einen guten Eindruck, Hildmann gilt in Münster als Hoffnungsträger. Sein erstes Spiel als Preußen-Coach ist nun gleich der Abstiegsgipfel in Jena. Danach könnte vieles anders aussehen - auf beiden Seiten.

mib/msi/tre

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