Bundesliga

1. FC Köln: Keller möchte keinen Stürmer um jeden Preis

Kölns Geschäftsführer mit Vorbehalten gegen Winter-Leihe

Keller möchte keinen Stürmer um jeden Preis

Kein Fan von Leihen im Winter-Transferfenster: Christian Keller.

Kein Fan von Leihen im Winter-Transferfenster: Christian Keller. picture alliance / Eibner-Pressefoto

Nach dem Ausfall von Florian Dietz (Kreuzbandverletzung) bis Saisonende und dem unsicheren Zeitpunkt des Comebacks von Marc Uth (Schambeinprobleme) ist der Bedarf im Kölner Angriff nach Verstärkung unverkennbar. Dennoch möchte Christian Keller im Januar Trainer Steffen Baumgart nicht unbedingt einen neuen Stürmer präsentieren.

Der Grund dafür liegt nicht darin, dass Keller die Situation im Sturm anders beurteilt, sondern dass er die Probleme sieht, eine echte Verstärkung zu bekommen. "Ein weiterer Stürmer würde uns zwar sicher guttun, aber das Winter-Transferfenster ist oft nicht allzu ergiebig", erklärt der Geschäftsführer im Interview mit der "Kölnischen Rundschau", "ich setze ein Fragezeichen hinter einen Wintertransfer."

Ich bin kein Freund von Leihen im Winter-Transferfenster.

Christian Keller

Dies geschieht unabhängig von der Situation in Köln und dem aktuellen Angebot auf dem Transfermarkt, sondern entspricht vielmehr Kellers grundsätzlicher Haltung, was zumindest eine Art von Nachverpflichtungen im Januar betrifft. "Ich bin kein Freund von Leihen im Winter-Transferfenster", sagte der 43-Jährige, der neue Stürmer "müsste direkt helfen, und das ist bei halbjährigen Leihen im Winter selten der Fall."

Einen neuen Stürmer um jeden Preis wird es beim FC also nicht nur aufgrund der finanziellen Limits nicht geben. Ausgeschlossen ist eine Verstärkung für den Kölner Angriff im Winter angesichts der leeren Kassen des FC aber dennoch nicht. "Wenn sich die Chance bietet, einen Stürmer zu verpflichten, den wir nächsten Sommer ohnehin holen wollen, werden wir es tun", kündigt Keller an, durchaus im Vorgriff auf die kommende Saison handeln zu wollen und auch zu können.

Keller verrät: Im Sommer platzte ein Wechsel kurzfristig

Der neue Mittelstürmer ist bislang noch nicht gefunden. "Momentan haben wir noch keinen", sagt Keller, der im Sommer nach dem Verkauf von Torjäger Anthony Modeste in Sachen neuer Angreifer schon mal viel weiter war. Damals war der FC bei der Suche nach einem Modeste-Ersatz nämlich schon fündig geworden.

"Nach Tony Modestes Wechsel hätten wir schon im Sommer noch einen Stürmer geholt, wenn es möglich gewesen wäre", erzählt der Geschäftsführer und verrät, dass es gar einen Kandidaten gab, "mit dem wir uns einig waren. Er hat es sich dann überraschend kurzfristig anders überlegt hat, was nicht an der Finanzierbarkeit lag."

Stephan von Nocks

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