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Keller für München "zuversichtlich" - Italien bestätigt: 25 Prozent Auslastung in Rom

UEFA-Forderungen werden in Italien erfüllt

Keller für München "zuversichtlich" - Italien bestätigt: 25 Prozent Auslastung in Rom

Nimmt die Politik in die Pflicht: DFB-Präsident Fritz Keller.

Nimmt die Politik in die Pflicht: DFB-Präsident Fritz Keller. picture-alliance

Fritz Keller hat sich im Ringen um die vier geplanten EM-Spiele in München zuversichtlich geäußert und von der Politik eine Zusage für die Zulassung von Zuschauern gefordert. "Wir brauchen einfach die Garantie oder zumindest die Möglichkeit, dass wir mit 20 Prozent Zuschauern hinkommen, wenn die Pandemielage das erlaubt", sagte der DFB-Präsident am Dienstag im ZDF. Sollte der Kontinentalverband UEFA fürchten, in der Allianz-Arena nur Geisterspiele zu bekommen, könnte München in der nächsten Woche seinen Status als Ausrichterstadt verlieren.

Optimismus basiert auf Impfungen und Testungen

Keller sagte, er sei optimistisch, dass dies nicht geschehen werde. "So wie uns die Politik das verspricht, dass wir mehr Impfungen und mehr Testungen kriegen, müsste das auch möglich sein", sagte er mit Blick auf die Möglichkeit von Zuschauern bei den EM-Partien im Sommer in München. "Und dann bin ich mir sicher, dass wir die vier Spiele in München auch behalten können." Er erwarte nun "eine Zusage von der bayerischen Landesregierung" und dann auch eine Zusage von der UEFA.

Deren medizinischer Berater äußerte sich ebenfalls zuversichtlich, dass Fans in die Stadien dürfen. "Man kann davon ausgehen", dass die EM mit Zuschauern stattfindet, sagte Daniel Koch der "Sportschau" und fügte an: "Es wird mit höchster Wahrscheinlichkeit in allen Ländern mit Zuschauern, wenn auch wahrscheinlich begrenzt, stattfinden können." Der Schweizer Arzt gab sich auch für den Standort München optimistisch. "Ich hoffe, dass München einen Weg findet, damit das Ganze mit Zuschauern stattfinden kann. Wie groß dann die Auslastung im Stadion sein wird, das wird diskutiert", sagte Koch.

In der Isarmetropole sollen die drei Gruppenspiele der Nationalmannschaft gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sowie ein Viertelfinale (2. Juli) ausgerichtet werden. Bis Montag will die UEFA weitere Infos von München, Rom, Bilbao und Dublin haben, ehe das UEFA-Exekutivkomitee über die Zahl der Gastgeber des Turniers vom 11. Juni bis 11. Juli entscheidet. Acht Städte haben bereits Spiele vor zumindest einigen Zuschauern zugesichert.

Regierung in Rom trifft Entscheidung

Die italienische Regierung hat am Dienstag EM-Spielen vor Fans in der Hauptstadt Rom in diesem Sommer zugestimmt. Die vier Partien im Stadio Olimpico können mit einer Zuschauer-Auslastung von mindestens 25 Prozent stattfinden, wie Italiens Fußball-Verband FIGC am Dienstag mitteilte. "Das ist eine wunderbare Nachricht, die ich sofort an die UEFA übermitteln werde", sagte Verbandspräsident Gabriele Gravina.

In Italien finden nach dem Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei am 11. Juni die zwei weiteren Gruppenspiele der Squadra Azzurra und ein Viertelfinale statt.

Gravina war bereits nach einer Beratungsrunde am Nachmittag optimistisch. "Wir arbeiten im Einklang mit den Institutionen, ich bin moderat optimistisch", sagte er. In Italien bereiten die weiterhin hohen Neuinfektionszahlen mit dem Coronavirus Sorgen. "Ich verstehe die Bedenken derjenigen, die sich auf Analyse der aktuellen Daten beschränken, aber wir müssen mutig sein", sagte Gravina.

Damit sollen nun mindestens 16.000 Fans bei den EM-Partien in Olympiastadion dabei sein. Sie sollen laut Gravina gegen COVID-19 geimpft sein und einen negativen Corona-Test vorlegen oder die Krankheit bereits gehabt haben. Der 67-Jährige hielt es auch für möglich, im Juni die Nationalmannschaft impfen zu können.

aho/dpa/sid

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