Bundesliga

Yannik Keitel und Woo-Yeong Jeong: Optionen für die Zukunft

SC-Trainer lobt eigene Youngster und Gegner Schalke

Keitel und Jeong: Optionen für die Zukunft

Yannik Keitel absolvierte in dieser Saison sechs Bundesliga-Einsätze.

Yannik Keitel absolvierte in dieser Saison sechs Bundesliga-Einsätze. imago images

Offiziell steht in dieser Woche bei den Freiburgern kein Spieler auf der Ausfallliste, keiner ist verletzt, keiner gesperrt. Personell könnten die Voraussetzungen vor dem Spiel gegen Schalke (Samstag, 15.30 Uhr) also kaum besser sein. Und nach der 0:1-Niederlage am vergangenen Freitag bei der Arminia wird es sicherlich Veränderungen in der Startelf geben, auch weil Lucas Höler und Ermedin Demirovic (nach Sperren) genauso zurückkehren wie Nicolas Höfler, der aus Bielefeld kurzfristig abreisen musste, weil er zum fünften Mal Vater geworden ist. "Da war ich nicht erfreut, weil wir den Plan mit Chicco auf der Sechs hatten", sagte Streich, "aber ich bin erfreut, dass alles gut gegangen ist."

Das kann man über das Spiel bei der Arminia nicht sagen, dort seien "einige Leistungen maximal durchschnittlich oder ein bisschen weniger als durchschnittlich" gewesen, kritisierte der SC-Coach, der das aber nicht auf die Ausfälle schieben wollte. Zwei Spieler lobte er sogar im Nachhinein: Den Youngstern Yannik Keitel und Woo-Yeong Jeong sei zwar auch einiges nicht gelungen, dennoch könnten sie aus dem Spiel viel lernen. Mittelfeldmann Keitel, der in Bielefeld als alleiniger Sechser auflief, fiel Streich positiv auf, "auch wenn er in Gladbach noch mal stärker war", wo er sehr viele Zweikämpfe gewonnen hat und "in der ersten Halbzeit fast schon dominant gespielt hat". Der 21-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs habe aber auch in Bielefeld "Präsenz bewiesen, das ist gut für uns, weil es uns Optionen gibt".

Spielersteckbrief Höler
Höler

Höler Lucas

Spielersteckbrief Demirovic
Demirovic

Demirovic Ermedin

Spielersteckbrief Keitel
Keitel

Keitel Yannik

Spielersteckbrief Jeong
Jeong

Jeong Woo-Yeong

Trainersteckbrief Streich
Streich

Streich Christian

"Sie haben sich so gut gefunden, wie in der ganzen Saison noch nicht"

Auch bei Jeong sah er nicht nur, was dem Südkoreaner misslungen ist. "Interessanterweise hat er die schwierigen Szenen gut gelöst", sagte Streich, und erwähnte einen Hackentrick zu Beginn, nach dem Baptiste Santamaria nicht genügend aus der guten Situation gemacht habe. Dann habe Jeong noch zwei gute Szenen gehabt, die ebenfalls schwierig waren, "und dann hatte er zwei, wo es eigentlich einfach war, er es aber nicht gut löst". Der SC-Trainer geht davon aus, dass sich der 21-Jährige stabilisieren wird, genau wie es Roland Sallai inzwischen geschafft habe. "Er ärgert sich selbst am meisten, wenn ein einfacher Querpass nicht beim Mitspieler ankommt", so Streich.

Nachdem sich der Sport-Club gegen einen Abstiegskandidaten schwer getan hat, kommt nun der potenzielle Absteiger Schalke ins Schwarzwald-Stadion, der für die Freiburger wohl keine einfachere Aufgabe werden wird, befürchtet der SC-Coach: "Sie haben sich so gut gefunden, wie in der ganzen Saison noch nicht. Das System ist klar, und vom Personal ist klar, wie sie jetzt spielen." Beim 1:0 gegen Augsburg und bei der knappen 1:2-Niederlage in Leverkusen sei "ein richtiger Geist in der Mannschaft" erkennbar gewesen. "Gestandene Spieler haben viele Turbulenzen erlebt, und sie wollen mit erhobenem Haupt aus der Saison gehen", sagte Streich.

Daniela Frahm