DFB-Pokal

Keine Überraschung! FCB, FCA und St. Pauli souverän

DFB-Pokal, 1. Runde

Keine Überraschung! FCB, FCA und St. Pauli souverän

Robert Lewandowski

Schnürte einen lupenreinen Hattrick: FCB-Stürmer Robert Lewandowski. Getty Images

Lewandowski stellt früh die Weichen

Der Titelverteidiger eröffnete die 1. Runde im DFB-Pokal 2016/17 - zu Gast bei Regionalligist Carl Zeiss Jena gab sich der FC Bayern auch keine Blöße. Bereits nach drei Minuten stand es 1:0 für den turmhohen Favoriten, es war das schnellste Tor der Münchner im Pokal seit 2005 (damals Michael Ballack ebenfalls in Minute drei): Bundesliga-Torschützenkönig Lewandowski stach nach einem Angriff über Ribery und Müller. In der 12. Minute verzog Müller haarscharf und machte zeitig klar: An diesem Abend würde es keine Überraschung geben. Zu dominant trat die Elf von Carlo Ancelotti, der Neuzugang Hummels auf die Bank setzte, auf. Zu schnell waren die FCB-Akteure mit ihren Pässen und Finten für die Spieler von Jena.

Bis zum 2:0 dauerte es dennoch etwas, weil Lewandowski, Ribery oder auch Vidal an starken Abwehraktionen der Thüringer scheiterten. In der 34. Minute war es aber soweit: Nach einem Ribery-Steilpass versprang der Ball Gerlach unglücklich in Richtung Fünfmeterraum, wo Lewandowski schnell schaltete und über Keeper Koczor hinweg chippte. Der lupenreine Hattrick für den Polen sollte noch folgen: Lewandowski erzielte mit einem trockenen Flachschuss das 3:0 (43.).

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Im zweiten Durchgang ließ es der FC Bayern etwas ruhiger angehen, für ein paar Treffer sollte aber auch diese Gangart locker reichen: Vidal schob nach einem überlegten Querpass von Lewandowski, dem Mann des Abends mit drei Toren und einer Vorlage, locker zum 4:0 ein (72.). Der inzwischen eingewechselte Hummels verbuchte nach einer Ecke von Kimmich per Kopf das 5:0 (77.).

Hedenstads Direktversuch sitzt

FC St. Pauli

Souverän eine Runde weiter: Zweitligist FC St. Pauli. picture alliance

Zwischen Regionalligist VfB Lübeck und dem FC St. Pauli entwickelte sich von Beginn an ein eher zäher Kick. Zwar dominierte der Zweitligist über weite Strecken, doch gegen die defensiv ordentlich stehenden Hausherren gab es kaum ein Durchkommen. Wie passend, dass ein Standard für die Führung des Zweitligisten herhalten musste: Hedenstad schlenzte einen Freistoß aus knapp 20 Metern schön links neben den Pfosten, Torwart Toboll streckte sich vergebens (16.).

Im zweiten Abschnitt verwalteten die Kiez-Kicker die Führung geschickt, ehe ein zweiter Freistoß die Vorentscheidung brachte: Buchtmann fand mit seiner Flanke Gonther, der per Kopf das 2:0 herstellte (61.). Kurz vor Schluss markierte Joker Ducksch mit einem präzisen Rechtsschuss das endgültige 3:0 (88.).

Koos Oberschenkel eröffnet

Der Mut war Oberligist Ravensburg gegen Favorit Augsburg wahrlich nicht abzusprechen. Die Oberschwaben wagten sich immer mal wieder nach vorne, kamen gegen den Bundesligisten aber letztlich nicht zu Großchancen. Im Umkehrschluss hatte der ab dieser Saison von Dirk Schuster trainierte FCA natürlich etwas Freiraum - machte aber daraus nicht allzu viel. Immerhin: In der 29. Minute stellten die Fuggerstädter auf 1:0; Koo stand nach einer Vorlage von Stafylidis richtig und drückte das Leder mit dem Oberschenkel über die Linie.

Ja-Cheol Koo (Mitte)

Torschütze Ja-Cheol Koo (Mitte) lässt sich beim souveränen Pokalsieg des FC Augsburg feiern. picture alliance

Warum es lange nur 1:0 für Augsburg stand? Weil unter anderem Caiuby, Koo und Finnbogason bei einer Dreifachchance scheiterten (38.). Und weil Caiuby - wie schon Bobadilla in der 7. Minute - nur die Querlatte traf (62.). Die Chance für Ravensburg, die Chance auf den Ausgleich? Mitnichten! Bobadilla hatte in der 68. Minute genug vom knappen Spielstand und erhöhte mit einem saftigen Kracher aufs finale 2:0 (68.).

Dadurch war klar: Die klassenhöheren Klubs ließen nichts anbrennen. Eine Pokalsensation kam an diesem Freitagabend zum Auftakt des DFB-Pokals 2016/17 nicht zustande.

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