EM

Keine Zuschauer-Begrenzung bei der EURO

30-Prozent-Marke vom 1. Oktober aufgehoben

Keine Zuschauer-Begrenzung bei der EURO

Bei der EURO 2020 sollen wieder mehr Zuschauer als 30 Prozent der Stadionkapazität eingelassen werden.

Bei der EURO 2020 sollen wieder mehr Zuschauer als 30 Prozent der Stadionkapazität eingelassen werden. picture alliance

Bislang war die Stadionauslastung bei UEFA-Spielen auf 30 Prozent begrenzt, eine entsprechende Richtlinie war seit dem 1. Oktober 2020 gültig. Doch nun werde diese Beschränkung nicht mehr benötigt, teilte der europäische Fußballverband nach der Sitzung des Exekutivkomitees am Mittwoch mit. Anlass ist der unterschiedliche Stand der Pandemie-Bekämpfung in den Ländern der 55 Mitgliedsverbände. Die Entscheidung über die Anzahl der letztlich zugelassenen Fans bei von der UEFA organisierten Partien soll deshalb ab sofort nur bei den nationalen Behörden und Verbänden liegen.

Bestehen bleibt allerdings das Verbot von ausländischen Fans bei UEFA-Spielen. Die Regel soll vorerst bis kurz vor die Ausführung der Champions-League- (29. Mai in Istanbul) und Europa-League-Endspiele (26. Mai in Danzig) könnte - könnte also für die EM möglicherweise nicht mehr von Bedeutung sein.

Für das Turnier, das am 11. Juni starten und in zwölf verschiedenen Ländern stattfinden soll, sind nach jetzigem Stand also wieder unbegrenzt viele Zuschauer zugelassen - was man wohl vor allem in England gerne hören wird. Dort plant die Politik die stufenweise Rücknahme der Corona-Beschränkungen, auch mit Blick auf die Halbfinals und das Endspiel der EURO, die im Wembley-Stadion stattfinden.

Umgekehrt ist weiter offen, ob Spielorten, die keine Stadionbesuche erlauben können, die Gastgeber-Rolle entzogen wird. Zuletzt hatte Verbandspräsident Aleksander Ceferin erklärt, dass die EM-Spiele nur vor Fans stattfinden sollen. Das wiederum hatte Zweifel geschürt, ob die geplanten Turnier-Begegnungen in München tatsächlich über die Bühne gehen. Eine erste Frist zur Einreichung von Konzepten läuft bis zum 7. April.

pau/dpa

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