Bundesliga

Keine Zukunft für van Burik

Berlin: Wegen der Beratertätigkeit des Vaters

Keine Zukunft für van Burik

Dick van Burik

Ein letzter Schluck im Training von Hertha BSC: Dick van Burik und der Bundesligist gehen getrennte Wege. imago

Beide Seiten seien an einer "einvernehmlichen Lösung" interessiert, hieß es in der Pressemitteilung. Über die genauen Bedingungen der Vertragsauflösung konnte allerdings noch keine Einigung erzielt werden. Bis zur endgültigen Vertragsauflösung soll der ehemalige Abwehrchef nicht mehr am Training der Berliner teilnehmen. Dies ist das Ergebnis eines Krisengesprächs, das der Niederländer und die Vereinsführung am Donnerstagnachmittag führten.

Dick van Burik, der im Sommer 1997 zur Hertha kam, geriet zuletzt in die Kritik, weil sein Vater Karel van Burik als Berater arbeitet und unter anderem die beiden Boateng-Brüder Kevin-Prince und Jerome zu seinen Kunden zählt. Im Rahmen seiner Tätigkeit soll er Jerome einen Wechsel zum Ligakonkurrenten Hamburger SV nahe gelegt haben. Dick van Burik soll dabei als "verlängerter Arm" seines Vaters aufgetreten sein, lautete der Vorwurf.

"Die Vorwürfe sind lächerlich. Man sollte die Entscheidung meines Bruders, seinen Vertrag bei Hertha nicht zu verlängern, akzeptieren", hatte Kevin-Prince Boateng zuvor erklärt.

In der Pressemitteilung wurden die Hintergründe der Trennung bestätigt. Allerdings sei auch die Einschätzung des neuen BSC-Coaches Lucien Favre über die sportliche Perspektive van Buriks mit in die Entscheidung eingegangen. "Für mich ist vor allem wichtig, dass es keine Unruhe gibt und das Training nicht gestört wird", meinte der Schweizer.

Dick van Burik kam in zehn Jahren bei Hertha BSC auf 245 Bundesligaspiele, in denen ihm sieben Tore gelangen. Van Burik war zwischenzeitlich auch Kapitän der Hauptstadt-Elf.