Regionalliga

Keine Spiele mehr in den Nord-Staffeln der Regionalliga

Qualifikation wohl nur als einfache Runde

Keine Spiele mehr in den Nord-Staffeln der Regionalliga

Nichts geht mehr bei Altona 93: Bis "mindestens Ende 2020" ruht in der Regionalliga Nord der Ball.

Nichts geht mehr bei Altona 93: Bis "mindestens Ende 2020" ruht in der Regionalliga Nord der Ball. imago images

Am Mittwochnachmittag bis in den Abend hinein tagten die Ministerpräsidenten der Bundesländer und die Bundeskanzlerin, um über weitere Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beraten. Die getroffenen Maßnahmen betreffen auch den Sport. Doch unabhängig von der Verfügungslage hat der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) beschlossen, den Spielbetrieb bis "mindestens Ende 2020" auszusetzen.

"Wir haben jetzt schon wieder eine knapp vierwöchige Spielpause hinter uns, das macht uns alle nicht glücklich", wird Präsident Günter Distelrath auf der NFV-Website zitiert. "Aber die aktuellen Zahlen dürfen wir nicht außer Acht lassen."

Damit hat sich auch die Hoffnung zerschlagen, den Dezember zumindest noch für Nachholspiele nutzen zu können. Schließlich haben bislang lediglich sechs der 22 Mannschaften beider Gruppen zehn Saisonspiele absolviert, also eine komplette Hinrunde. Die anderen 16 Klubs sind dagegen noch mittendrin im Geschehen, ihre Hinrunde dauert noch an. Nun läuft es auf einen Re-Start im Januar hinaus - bestenfalls. "Dann müssen wir sehen, wie wir die Nachholspiele platziert bekommen", sagte Jürgen Stebani, der Spielausschussvorsitzende des NFV. Erst wenn alle 22 Teams jeweils zehn Spiele absolviert haben, lässt sich der Cut machen: Dann wird die Qualifikation nämlich als einfache Runde abgeschlossen. "Ich gehe nicht mehr davon aus, dass wir die Qualifikation mit Hin-und Rückspielen austragen werden", so Stebani.

Die Aufteilung der Regionalliga Nord in zwei Gruppen mit abschließenden Auf- und Abstiegsrunden lässt im Spielkalender Raum für Flexibilität. Nun kommt es auf das Wetter an, ist doch bekannt, dass auf den Februar und März die meisten Spielabsagen fallen. Und ob es die Politik - die Regionalliga Nord erstreckt sich über vier Bundesländer - es schafft, für homogene Rahmenbedingungen zu sorgen.

Damit hat sich nach der Regionalliga Bayern mit dem Norden die zweite der fünf Staffeln faktisch in die Winterpause verabschiedet. Auch im Südwesten ruht der Spielbetrieb, einen Termin für den Re-Start gibt es nicht. Der Nordosten plant mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs Anfang Dezember, im Westen rollt der Ball.

jer/sf