Bundesliga

Keine Sperre für Rolfes

Leverkusen: Völler explodiert

Keine Sperre für Rolfes

Schmerzhafte Begegnung: Schalkes Julian Draxler kam Leverkusens Simon Rolfes zu nahe.

Schmerzhafte Begegnung: Schalkes Julian Draxler kam Leverkusens Simon Rolfes zu nahe. imago

Bayers Kapitän beteuert: "Das war keine Absicht. Es tut mir leid." Schiri Deniz Aytekin erklärte: "Wir haben den Ablauf in der Form überhaupt nicht gesehen, sodass das Spiel weiterlief und ich die Szene überhaupt nicht bewertet habe. Was im Nachgang geschieht, obliegt der Sportgerichtsbarkeit."

Dem Gespann ist die Szene entgangen, "sonst hätten wir ja irgendetwas gemacht", so Aytekin. Der DFB entschied am Montag nachdem er mit dem Referee Kontakt aufnahm, dass der Spieler nicht gesperrt wird. Der Unparteiische habe eine in sportgerichtlichen Verfahren nicht mehr angreifbare Tatsachenentscheidung getroffen, hieß es. Aytekin hatte das Laufduell zwischen Rolfes und Draxler im Zeitpunkt des Tatgeschehens in seinem Blickfeld. Daher wurde schon aus diesem Grund kein Ermittlungsverfahren gegen Spieler Rolfes eingeleitet.

Völler hatte sich zuvor vor allem auf die Experten Markus Merk, Steffen Freund und Jan Age Fjörtoft eingechossen, die beim Pay-TV-Sender Sky bei der 0:2 (0:1)-Pleite auf Schalke ausführlich über Rolfes' Schlag in das Gesicht von Draxler diskutiert hatten. Er habe sich am meisten über die drei von der Muppet Show geärgert. Vor allem Ex-Schiedsrichter Merk bekam eine volle Breitseite ab: "Was der Merk da von sich gibt, über Simon Rolfes, das ist unfassbar! Der denunziert einen Spieler und fällt seinem Ex-Kollegen in den Rücken."

Merk reagierte empört auf die Äußerungen. "Herr Völler ist ein verbaler Brandstifter", sagte Merk dem Express: "Seine Aussagen sind deplatziert. Das lasse ich mir in dieser Form auch nicht gefallen, auch wenn ich ihn eigentlich sehr schätze."