Int. Fußball

Keine Lizenz für den Grazer AK

Der österreichische Traditionsverein darf nicht in die Red-Zac-Liga

Keine Lizenz für den Grazer AK

Der ehemalige Meister muss in die Regionalliga

Vor drei Jahren war die Welt beim GAK noch in bester Ordnung: Der Meister von 2003/04 spielt demnächst Drittklassig. dpa

Dem einmaligen österreichischen Meister wurden in der vergangenen Spielzeit 28 Zähler wegen offener Gehaltsforderungen und Verstößen gegen Lizenzauflagen, die letztlich zur Insolvenz des Vereins führten, abgezogen. Als Tabellenletzter stieg der GAK, der drei Jahre zuvor noch die Meisterschaft feierte, mit nur sechs Punkten ab.

Insgesamt 51 Millionen Euro fordern verschiedene Gläubiger vom viermaligen Pokalsieger, der Insolvenzantrag erfolgte bereits am 2. März 2007. Ende des gleichen Monats erzwang der Fußballweltverband FIFA den drastischen Punktabzug, doch der Verein zog damals vor das Landgericht für Zivilrechtssachen, um die Strafe abzuwehren. Wenig später hob "Justitia" das Urteil wieder auf. Die Bundesliga erhob Einspruch, doch kurze Zeit später akzeptierte der Verein überraschenderweise die Strafe und wollte "in der zweiten Spielklasse gesunden", so der Präsident Stephan Spicher.

Doch daraus wird nichts: Am 9. Juni 2006 entzog der Verband dem GAK aber auch die Lizenz für die 2. Liga und der Verein zog erneut vor Gericht, diesmal jedoch ohne Erfolg. Nach dem heutigen Urteil werden die "Grazer Rotjacken" in der Regionalliga einen vollständigen Neuanfang unternehmen müssen.