EM

"Keine Eifersucht, kein Neid": Nur wie weit tragen die italienischen Füße?

Matchwinner Locatelli und der "tolle Empfang"

"Keine Eifersucht, kein Neid": Nur wie weit tragen die italienischen Füße?

Beste Laune: Die Azzurri genießen den Augenblick und feiern ausgiebig mit den eigenen Fans im Stadio Olimpico.

Beste Laune: Die Azzurri genießen den Augenblick und feiern ausgiebig mit den eigenen Fans im Stadio Olimpico. imago images

Das Stadio Olimpico, in dem die italienische Nationalmannschaft am 10. Juni 1968 den bislang einzigen EM-Titel dingfest gemacht hat (2:0 im damaligen Widerholungsspiel gegen Jugoslawien), liegt auch der heutigen Generation. Schließlich ist an diesem Mittwoch auf das 3:0 zum Auftakt gegen die Türkei gleich das nächste 3:0 gefolgt, dieses Mal gegen eine offensiv akut harmlose Schweiz.

Mann des Abends: Manuel Locatelli. Der Mann von Sassuolo Calcio hat sich in die Herzen der Fans gespielt, nach seinen beiden sehenswerten Treffern bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus in der "Ewigen Stadt" Rom erhalten - und hinterher auch noch große Bescheidenheit an den Tag gelegt. "Ich muss diese Auszeichnung mit meiner Mannschaft teilen", so der "UEFA Man of the Match" gegenüber "RAI Sport" eingangs, um anzuhängen: "Ich bin einer der jüngsten Spieler hier - und das Team hat mich so toll aufgenommen. Es ist einfach nur wundervoll, mit ihnen hier zu spielen."

Spielersteckbrief Chiellini
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Chiellini Giorgio

Spielersteckbrief Immobile
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Immobile Ciro

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Barella Nicolo

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Locatelli

Locatelli Manuel

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Mancini

Mancini Roberto

Europameisterschaft - Vorrunde, 2. Spieltag
Europameisterschaft - Tabelle - Gruppe A
Pl. Verein Punkte
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Italien Italien
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Wales Wales
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Schweiz Schweiz
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Einer von "ihnen" ist Ciro Immobile. Der Lazio-Torgarant, in der Nationalmannschaft in der Vergangenheit oft als Chancentod abgetan, ist einer von vielen Protagonisten des Aufschwungs nach der verpassten WM 2018. Sein finales 3:0 gegen die Nati nun ist bereits seine 13. Torbeteiligung bei elf Startspieleinsätzen gewesen (acht Treffer, fünf Assists).

Italiens Stärke: "Ein Geheimnis gibt es nicht"

Doch eine Frage drängt sich auf: Wie weit kann die Squadra Azzurra kommen? Reicht es bis zum Finale am 11. Juli? Wenn es nach Abwehrmann Francesco Acerbi, der am Mittwoch noch in der ersten Hälfte für den verletzten Giorgio Chiellini gekommen ist, sehr weit: "Es mag vielleicht drei oder vier Teams mit mehr Talent oder individueller Klasse geben. Doch ich habe es schon vor dem Turnier gesagt, dass etwas Besonderes mit dieser Gruppe in der Luft liegt. Ich denke, wir können weit kommen."

Zumal neben der frischen offensiven Gier auch defensiv der Laden dicht hält. Acerbi, Leonardo Bonucci & Co. haben nun schon zehn Länderspiele am Stück ohne Gegentor abgeschlossen - bei einem Torverhältnis von 31:0. Passend dazu hat Antreiber Nicolo Barella von Serie-A-Meister Inter Mailand nochmals die Stärken der italienischen Mannschaft aufgezählt. Seine Erkenntnis: "Ein Geheimnis gibt es nicht. Wie man sieht, lebt diese Mannschaft von Geschlossenheit und Enthusiasmus, sowohl auf als auch neben dem Platz. Es spielt außerdem keine Rolle, wer am Ende auf dem Feld steht und spielt. Es gibt keine Eifersucht und keinen Neid bei uns."

mag

Bilder zur Partie Italien - Schweiz