Regionalliga

"Kein Risiko mehr": Déja-vu für die Stuttgarter Kickers

3:3 nach 3:0 gegen Kassel - Cheftrainer Kaczmarek unter Druck

"Kein Risiko mehr": Déja-vu für die Stuttgarter Kickers

Enttäuschung pur: Tomasz Kaczmarek, Trainer der Stuttgarter Kickers, nach dem 3:3 gegen Kassel.

Enttäuschung pur: Tomasz Kaczmarek, Trainer der Stuttgarter Kickers, nach dem 3:3 gegen Kassel. imago

Den bisherigen Saisonverlauf dürften sich die Verantwortlichen der Stuttgarter Kickers anders vorgestellt haben. Nur 13 Punkte holten die Blauen in der ersten 13 Saisonspielen und rangieren damit im unteren Tabellendrittel der Regionalliga Südwest. Aus den vergangenen beiden Partien nahmen die Kickers sogar nur einen Zähler mit, obwohl sie sowohl in Ulm als auch im Heimspiel gegen Kassel jeweils eine komfortable Pausenführung herausgespielt hatten. Beim SSV setzte es in der vergangenen Woche trotz Zwei-Tore-Vorsprung eine bittere 2:3-Pleite und auch gegen Hessen Kassel kassierten die Schwaben nach einer 3:0-Führung im zweiten Durchgang drei Gegentore.

"Wir gehen in die Halbzeit und sagen uns das, was sich wahrscheinlich jeder im Stadion denkt: Was uns in Ulm passiert ist, passiert uns nicht noch einmal", beschrieb Verteidiger Garnier im vereinseigenen Videokanal die Ausgangslange nach den ersten 45 Minuten. Doch das Vorhaben misslang gründlich. Mit einem Doppelschlag zwischen der 59. und 63. Minute stellte Kassel den Anschluss her - ein Eigentor von Stuttgarts Marvin Jäger sorgte schließlich für den 3:3-Endstand. "Wir schaffen es nicht, Bälle zu halten, gehen nicht richtig in die Zweikämpfe und verlieren diese. Wir spielen auch nicht mehr Fußball, weil wir kein Risiko mehr gehen wollen", analysierte Kaczmarek die Probleme seiner Elf.

Trainersteckbrief Kaczmarek
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Regionalliga Südwest - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Kickers Offenbach Kickers Offenbach
31
2
1. FC Saarbrücken 1. FC Saarbrücken
30
3
Waldhof Mannheim Waldhof Mannheim
21

Kaczmarek: "Verhältnis zur Mannschaft ist intakt"

"Wir sind sehr frustriert. Wenn du zur Pause 3:0 führst, willst du die drei Punkte haben", sagte der 33-Jährige, der nun "ganz, ganz schnell die Lehren" aus den vergangenen beiden Spielen ziehen möchte. Spekulationen, wonach der Coach seine Spieler nicht mehr richtig erreiche, schob Kaczmarek aber sofort einen Riegel vor. "Das Verhältnis zwischen mir und der Mannschaft ist absolut intakt", betonte er. "Das ist ein Lernprozess. Nur durch solche Erlebnisse wie heute kann man stärker werden."

Wolf ein Kandidat als Sportdirektor?

Kritische Töne, unter anderem in Richtung von Kaczmarek, schlug auch Wolfgang Wolf an, der die Partie im Gazi-Stadion als TV-Experte von "Sport1" begleitete. Der ehemalige Profi der Kickers (143 Bundesliga- und Zweitligaspiele) gilt als möglicher Kandidat für den Posten des Sportdirektors. Wie die "Stuttgarter Nachrichten" berichten, soll es bereits erste Kontakte mit dem Verein gegeben haben.

pau