Bundesliga

Kein "Ja" für Uli Hoeneß - aber Bayern-Profis werben um Jupp Heynckes

Trainer ist aktuell einziger Kandidat der Bayern-Führung

Kein "Ja" für Hoeneß - aber Spieler werben um Heynckes

Mit Leidenschaft und Akribie am Werk: Bayern-Trainer Jupp Heynckes in Doha.

Mit Leidenschaft und Akribie am Werk: Bayern-Trainer Jupp Heynckes in Doha. picture alliance

Aus Doha berichtet kicker-Chefreporter Karlheinz Wild

Die Frage, die Jupp Heynckes (73) nicht mehr hören mag, musste kommen - und sie kam in Doha . Der Trainer des FC Bayern beantwortete sie dem ausländischen Herrn freundlich, aber bestimmt. "Ich habe dazu alles gesagt", so der FCB-Coach, "ich möchte dazu nichts weiter äußern."

Nach der Charmeoffensive, die Uli Hoeneß vor Weihnachten gestartet hatte, um den hochgeschätzten Fußballlehrer zur Fortsetzung seiner Aushilfstätigkeit zu bewegen, bestätigte Heynckes seine erste Reaktion: Damals verwies er auf die bis 30. Juni 2018 gültige Vereinbarung.

Wer allerdings sah, mit welcher Leidenschaft und Akribie der nach der Entlassung Carlo Ancelottis Ende September zurückgeholte Nothelfer im Trainingslager seine tägliche Arbeit verrichtete, kann für Hoeneß' Aktion auch Verständnis aufbringen. Beide haben am Freitag miteinander telefoniert, Hoeneß feierte seinen 66. Geburtstag, ein Ja zu seiner Idee erhielt er nicht als Geschenk von seinem Freund Jupp, der aktuell der erste und einzige Kandidat der Bayern-Führung für den Trainerposten 2018/19 ist und deren absolutes Vertrauen genießt.

Boateng schwärmt - auch von "Supertrainer" Hermann

Auch die Spieler äußern die höchste Anerkennung für ihren Vorgesetzten. Ein Jungprofi wie Kingsley Coman (21) legt mitten auf dem Trainingsfeld den Arm auf die Schulter des Mannes, der sein Großvater sein könnte. "Man sieht, dass wir anders Fußball spielen, seit er da ist", sagt Jerome Boateng, den der Coach in die Seite knufft, "er gibt uns viel von seiner Erfahrung mit und viele Anweisungen im Detail." Franck Ribery wie Boateng loben, wie dieser Coach den Teamgedanken fördert. Und auch Assistent Peter Hermann (65), der auf dem Platz lautstark den Ton angibt, ist in der Truppe hoch angesehen, "ein Supertyp", so Boateng, "ein Supertrainer".

Sollen beide also noch ein Jahr bleiben, wie Hoeneß und viele Fans meinen? "Ich glaube, wir alle haben gesagt, dass es schön wäre", antwortet Boateng. Doch beide hätten gesagt, "dass es nach der Saison zu Ende ist, das müssen wir respektieren". Sollte sich da eine Änderung ergeben, "werden sie etwas dazu sagen".