Tennis

Kein Grand Slam für Djokovic - Medvedev gewinnt die US Open

Starker Russe zu viel für nervösen Serben

Kein Grand Slam für Djokovic - Medvedev gewinnt die US Open

Das Finale in New York: Novak Djokovic weint, Daniil Medvedev strahlt.

Das Finale in New York: Novak Djokovic weint, Daniil Medvedev strahlt. Getty Images

Er hat die Australian Open, Wimbledon und die French Open gewonnen, den vierten Streich am Sonntag aber verpasst. Mit 4:6, 4:6 und 4:6 verlor Novak Djokovic das Finale der US Open gegen einen überragenden Daniil Medvedev, der seinem Gegenüber damit den historischen Grand Slam verwehrte. 

In einem lautstarken Arthur-Ashe-Stadium war Medvedev von Anfang an der bessere und coolere Spieler, während Djokovic mal wieder den ersten Satz verschenkte. Schon das erste Aufschlagspiel des Serben schnappte sich Medvedev, der selbst gar nichts anbrennen ließ, ein Ass nach dem anderen servierte und zügig Satz eins gewann.

Im zweiten Satz sah ein nervöser Djokovic kurz mal Licht am Ende des Tunnels und hatte plötzlich drei Break-Bälle, wieder blieb Medvedev jedoch ganz cool und drehte das Spiel zu seinen Gunsten - und klaute beim Stand von 2:2 im zweiten Satz erneut Djokovics Aufschlag. Erstmals überhaupt durfte sich Djokovic, der zwischendurch seinen Schläger wutentbrannt zerstörte, über die frenetische Unterstützung des Publikums freuen, damit kam die Nummer eins der Welt aber offensichtlich nicht gut klar und verlor auch den zweiten Satz mit 4:6.

Djokovic weint schon vor dem Spielende

In Paris hatte Djokovic das French-Open-Finale vor drei Monaten nach einem 0:2-Rückstand gegen Stefanos Tsitsipas noch gedreht, dieses Mal wirkte er schlichtweg überfordert mit der Situation und machtlos gegen einen fast fehlerlosen Medvedev, der Satz drei gleich wieder mit einem Break begann. Und das nächste direkt hinterherlegte. Djokovic war von der Rolle und planlos, wurde von Medvedev aber nochmal zurückgeholt, als dieser seinen ersten Matchball nach rund zwei Stunden vergab und sogar das erste Break zuließ. Der "Joker" quittierte es mit einem Lachen und spielte mit dem Publikum, ehe er beim Stand von 4:5 auf der Bank in Tränen ausbrach. Und dann das letzte Spiel verlor.

Für Medvedev, der seinen dritten Matchball nutzte, ist es der erste Grand-Slam-Erfolg seiner Karriere. 2019 hatte er in New York das Finale gegen Rafael Nadal verloren, im Januar das Endspiel in Melbourne - gegen Djokovic. 

mkr

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