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Kein Aufstieg: Auch der SGV Freiberg greift zu juristischen Mitteln

Vorgehen des Verbands "sehr enttäuschend"

Kein Aufstieg: Auch der SGV Freiberg greift zu juristischen Mitteln

Wann sehen die Zuschauer hier wieder geregelten Spielbetrieb? Die Tribüne im Freiberger Wasenstadion ist seit Monaten verwaist.

Wann sehen die Zuschauer hier wieder geregelten Spielbetrieb? Die Tribüne im Freiberger Wasenstadion ist seit Monaten verwaist. SGV Freiberg

Die Entscheidung der Regionalliga Südwest GbR, keine Aufsteiger aus den Oberligen in der kommenden Saison zu integrieren, und den daraus folgenden Beschluss der für die Südwest-Oberligen zuständigen Landesverbände, die jeweiligen Staffeln ohne Auf- und Absteiger zu annullieren, ziehen immer weitere Kreise: Nach Eintracht Trier, der SG Barockstadt und den Stuttgarter Kickers hat sich nun auch der SGV Freiberg zu juristischen Mitteln entschlossen.

Ähnlich wie der Ligakonkurrent Stuttgarter Kickers, sprechen sich die Freiberger dafür aus, im Juni zumindest noch die Hinrunde zu beenden. Die sich nach und nach bessernde Corona-Situation mache das möglich, begründet der SGV. Ihm käme in diesem Fall aber entgegen, dass er wie im vergangenen Herbst womöglich gute Chancen auf eine Ausnahmegenehmigung von Seiten der lokalen Behörden für die Aufnahme von Trainingsbetrieb hätte, was die restlichen Vertreter der Oberliga Baden-Württemberg schon einmal etwas verstimmt hatte.

Lange - so stellt es Freiberg dar - habe man sich in der aktuellen Debatte zurückgehalten und gehofft, dass die Verbände eine für alle Seiten möglichst tragfähige Lösung finden, doch vergebens. In einer Stellungnahme schreibt der Sport- und Gesangsverein: "Die Entscheidung des Verbandes und dessen fragwürdige Kommunikationspolitik haben ein sehr einseitiges Interesse offenbart, die Regionalligisten allein in dieser Ausnahmesituation zu begünstigen. Kleinere Vereine, die ebenfalls von der Pandemie getroffen sind und ohne Schuld um den Lohn ihrer Arbeit gebracht worden sind, allein zu lassen, finden wir - gelinde gesagt - sehr enttäuschend." Weiter schreiben die Freiberger: "Diese Enttäuschung kann auch durch ein Gerichtsverfahren nicht beseitigt werden, aber es gibt uns die Möglichkeit, die Entscheidung von einer dritten Instanz zu überprüfen. Diesen Schritt werden wir - gemeinsam mit anderen betroffenen Oberligisten - in aller Konsequenz gehen."

stw / PM

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