2. Bundesliga

Kehrtwende: Barbaric wird doch kein Fortune!

Düsseldorf: Kajiyama mit ins Trainingslager

Kehrtwende: Barbaric wird doch kein Fortune!

Tomislav Barbaric

Fiel durch den medizinischen Check und wird nicht von Fortuna Düsseldorf ausgeliehen: Tomislav Barbaric. imago

Der 22-Jährige von Dinamo Zagreb hat einen grippalen Infekt nicht richtig auskuriert. Eine gefährliche Situation für einen Profisportler, da sich bei hoher körperlicher Belastung im Spitzenbereich unter Umständen eine Gefahr für den Spieler ergeben könnte. Um kein Risiko einzugehen, nimmt die Fortuna nun Abstand von einer Verpflichtung Barbarics.

Denn durch den verschleppten Infekt traten bei Barbaric bereits gesundheitliche Komplikationen auf. Eine notwendige vollständige Genesung hätte mehrere Wochen in Anspruch genommen, erst in einigen Wochen hätte Barbaric wieder mit dem Lauftraining beginnen können.

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Wie Dr. Ulrich Keil auf einer Pressekonferenz in Marbella erläuterte, sei Barbaric derart erkrankt, dass er der Fortuna vorläufig nicht zur Verfügung stehe. Dr. Keil: "Tomislav Barbaric hat eine Viruserkrankung, die ihm momentan nicht erlaubt, Hochleistungssport zu betreiben. Eine hohe Belastung würde möglicherweise gesundheitliche Schäden entstehen lassen, die wir nicht verantworten können. Zum Schutz des Spielers möchten wir kein Risiko eingehen. Barbaric stünde erst nach einer gewissen belastungsfreien Zeit zur Verfügung, was dem Sinn eines kurzfristigen Leihgeschäftes entgegensteht."

Wolf Werner, Vorstand Sport der Fortuna, war am Vortag mit dem 22-jährigen Defensivspieler der Mannschaft in Richtung Süden nachgereist. Werner: "Wir alle bedauern, dass Tomislav Barbaric erkrankt ist und vorläufig keinen Leistungssport betreiben darf. Unsere Absicht, eine Verstärkung für die Mannschaft an uns zu binden, die sofort eingesetzt und uns weiterhelfen kann, konnte nicht erfüllt werden. Wir wünschen Tomislav rasche und vollständige Genesung und bleiben mit ihm in Kontakt."

Somit bleibt es für die Rheinländer bei bisher zwei Neuzugängen: Adam Matuschyk wurde vom 1. FC Köln ausgeliehen, Timo Furuholm kam vom FC Turku.

Japaner Kajiyama will sich empfehlen

Ob noch ein dritter Neuer verpflichtet wird, könnte sich bereits unter der Sonne Spaniens entscheiden. Denn die Reise nach Marbella machte auch Yohei Kajiyama mit. Der 26-jährige Japaner vom FC Tokio will sich bei Trainer Norbert Meier für einen Vertrag empfehlen. Ein Transfer würde zumindest aus marketingtechnischen Gründen Sinn machen: Denn die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt gilt als japanische Hochburg in Deutschland, durch einen Japaner im Team könnte eine neue Klientel angesprochen werden.