Bundesliga

Kehl zu Haaland: "Der Klub muss am Ende das Wichtigste sein"

BVB will bei Haaland kein Risiko eingehen und setzt auf Rückkehr gegen Mainz

Kehl: "Der Klub muss am Ende das Wichtigste sein"

Zum Zuschauen verdammt: Erling Haaland.

Zum Zuschauen verdammt: Erling Haaland. imago images/Team 2

Auf einen Stürmer wie Erling Haaland verzichtet niemand gern. Das gilt für BVB-Trainer Marco Rose - aber natürlich auch für Norwegens Nationalcoach Stole Solbakken. Doch so wie der Erstgenannte gegen Mönchengladbach, Lissabon und Augsburg ohne den 21-Jährigen auskommen musste, muss der Letztgenannte gegen die Türkei und Montenegro ohne Haaland zurechtkommen. Denn aktuell ist an einen Einsatz des Norwegers laut BVB-Lizenzspielerleiter Sebastian Kehl nicht zu denken.

"Im Moment ist Erling noch nicht dazu in der Lage zu trainieren geschweige denn ein Spiel zu bestreiten", sagte Kehl am Sonntag dem kicker und plädierte dafür, dem Stürmer die nötige Zeit zur Genesung zu geben - Im Interesse Haalands und im Interesse des Vereins, das höher zu gewichten sei als das des nationalen Verbandes: "Der Klub muss am Ende das Wichtigste sein", forderte Kehl. "Bei allem Verständnis für die Verbandsinteressen dürfen wir jetzt bei ihm kein Risiko eingehen." Ähnliches hatte am Samstag bereits BVB-Trainer Marco Rose gefordert.

Reise nach Norwegen nicht geplant

Denkbar ist weiterhin, dass Haaland zur Kurzvisite bei Norwegens Verband antritt, um sich von den Verbandsmedizinern durchchecken zu lassen und sich persönlich mit Stolbakken auszutauschen. Nach kicker-Informationen ist das aktuell jedoch nicht geplant. Dem Klub wäre es ohnehin lieber, Haaland könne sich ohne Reisestress und in aller Ruhe auskurieren - um dann bald wieder für den BVB auf Torejagd zu gehen. Stand jetzt ist eine Rückkehr des Ausnahmestürmers im Heimspiel gegen Mainz am 16. Oktober geplant. "Ich gehe stark davon aus, dass Erling dann wieder auf dem Platz stehen kann", sagte Kehl am Sonntag.

Matthias Dersch