Bundesliga

Katar-Antrag bei Bayern: Kommt es jetzt zur Klage?

Initiator Ott wirft FCB "Hinhaltetaktik" vor

Katar-Antrag bei Bayern: Kommt es jetzt zur Klage?

Umstrittener Schriftzug: Einigen Fans ist die Kooperation zwischen dem FC Bayern und der katarischen Fluggesellschaft "Qatar Airways" ein Dorn im Auge.

Umstrittener Schriftzug: Einigen Fans ist die Kooperation zwischen dem FC Bayern und der katarischen Fluggesellschaft "Qatar Airways" ein Dorn im Auge. imago images

Am kommenden Donnerstag steigt beim FC Bayern die diesjährige Mitgliederversammlung, und noch immer ist nicht klar, ob der im Vorfeld wohl meistdiskutierte Antrag überhaupt zur Abstimmung zugelassen sein wird.

Schon vor Wochen hatte Bayern-Fan Michael Ott einen Antrag eingereicht, mit dem der FCB zu einem Ende des umstrittenen Katar-Sponsorings bewegt werden soll. Nun erwägt er eine Klage. "Der FC Bayern weiß genau, dass der Antrag zulässig ist, reagiert aber nicht und lässt Fristen verstreichen. Jetzt müssen wir schnellstmöglich klagen, um die Abstimmung zu erzwingen", schreibt er am Donnerstag auf Twitter.

"Es darf nicht sein, dass der Verein ungestraft vor dieser wichtigen Debatte flieht"

"Ich habe dem Verein eine Frist bis gestern, 12 Uhr, gesetzt, um die Zulassung des Antrags zu bestätigen. Einzige Reaktion: Man sei noch nicht dazu gekommen, den Antrag zu prüfen - seit dreieinhalb Wochen." Der Klub spiele "auf Zeit, um eine Abstimmung zu verhindern", so Ott. "Es darf nicht sein, dass der Verein ungestraft vor dieser wichtigen Debatte flieht!"

Für die Klage bittet Ott um finanzielle Unterstützung. "Wir rechnen vorerst mit einem Kostenrisiko von 3000 Euro. Alle Spenden, die nicht dafür aufgebraucht werden, werden vollständig an Amnesty International weitergeleitet."

Lesen Sie hier das Interview mit Michael Ott: "Ich habe mich richtig geschämt"

jpe

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