Südwest

Kassel unterliegt in Hoffenheim - Ulm ist erster Primus

Regionalliga Südwest - 1. Spieltag

Kassel unterliegt in Hoffenheim - Worms ringt Offenbach nieder - Ulm ist erster Tabellenführer

Die TSG Hoffenheim II behielt die Punkte gegen Hessen Kassel zuhause.

Die TSG Hoffenheim II behielt die Punkte gegen Hessen Kassel zuhause. IMAGO/Eibner

Regionalliga Südwest - 1. Spieltag

An diesem Wochenende öffnete die Regionalliga Südwest ihre Pforten und zunächst standen mit Kickers Offenbach und dem SSV Ulm 1846 die großen Favoriten im Brennpunkt.

Für die Kickers Offenbach gab es am Sonntag bereits den ersten Dämpfer. Bei Aufsteiger Wormatia Worms erwischte der OFC nicht den besten Tag. Kreativ- und ideenlos präsentierte sich die Mannschaft von Alexander Schmidt gegen leidenschaftlich kämpfende Gastgeber. Worms agierte in den Zweikämpfen bissiger und kaufte dem Favoriten ein ums andere Mal den Schneid ab. Mehr als zwei Lemmer-Chancen, die Cymar vereitelte, brachte Offenbach nicht zustande. Die Heimelf dagegen nutzte einen durchaus vermeidbaren Fehler der Gäste zum einzigen Treffer des Tages und zu einem gelungenen Regionalliga-Comeback.

Zeitgleich zum Spiel in Worms fuhr auch die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim den ersten Sieg der neuen Saison ein. Beim 2:0-Erfolg gegen den KSV Hessen Kassel trafen Tohumcu aus halblinker Position (44.) und Kovacevic (81.), der ungehindert den Ball im linken Eck versenken konnte.

Homburg dreht Partie

Timo Wenzel, Trainer des FC 08 Homburg, forderte von seinem Team einen guten Saisonstart und wurde erhört. Ganz zum Leidwesen von Bundesliga-Torwartlegende Oliver Reck, der im Sommer beim FC Rot-Weiß Koblenz als neuer Trainer übernahm und am Samstag eine 1:3-Niederlage quittieren musste.

In der 18. Minute nahm der Nachmittag zunächst einen anderen Verlauf, Afamefuna nutzte einen Stellungsfehler von Plattenhardt und überwand Keeper Salfeld aus kurzer Distanz zur Koblenzer Führung. Die hielt rund vier Minuten, dann wuchtete Fabian Eisele einen Eckball von Gerezgiher per Kopf in die Maschen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte haderte Homburg zunächst nach einem Lattenkracher von Hummel, doch im nächsten Anlauf kombinierte sich der Pechvogel mit Mendler durch die rot-weißen Deckungsreihen, setzte Eisele in Szene, der zum 2:1 einschob.

Nach knapp einer Stunde klirrte erneut das heimische Aluminium, diesmal zielte Mendler zu genau. Lange musste der FCH um den Dreier zittern, denn Koblenz kam richtig in Schwung. Auch Salfeld im Homburger Tor verdiente sich Bestnoten. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit erlöste Gösweiner mit einem Schuss ins leere Tor - Heimkeeper Kips war bei einer Standardsituation nach vorne gekommen - die Saarländer.

Ulm zu clever für Mainz II

Erlösende Momente auf den letzten Drücker benötigte der  SSV Ulm 1846 an diesem Spieltag nicht. Auswärts beim 1. FSV Mainz 05 II stand es nach 20 Minuten schon 2:0 nach Toren von Chessa (17.) und Rösch (20.). Gut für bis dato überlegene Ulmer, denn die Mainzer U 23 legte nach den beiden Gegentreffern ihre Unsicherheit ab und begann forsch nach vorne zu spielen. Doch Effizienz gehört auch zum Repertoire eines Spitzenteams, und so legte Reichert in der 52. Minute nach einem Eckball per Kopf das 3:0 nach. Knapp 180 Sekunden später zwang ein erbarmungslos pressender SSV Heimkeeper Rieß zu einem Fehlpass, Jann vollstreckte ins leere Gehäuse. Der Sieg war eingetütet, den Nullfünfer-Talenten konnte man aber zugute halten, dass sie weiterhin die Offensive suchten, wenngleich ohne Ertrag an diesem Spieltag.

Bei der Frage nach den Meisterschaftsfavoriten fällt auch wiederholt der Name TSV Steinbach Haiger. Doch im Gegensatz zu Homburg und Ulm verpatzte die Truppe von Trainer Ersan Parlatan ihren Start. Aufsteiger SG Barockstadt-Fulda hatte in Person seines Trainers Sedat Gören einen mutigen Auftritt angekündigt und dieser Marschroute folgten seine Männer. Zumindest brannte es während des Spiels öfter in beiden Strafräumen. Der Treffer des Tages fiel durch einen Foulelfmeter, den Grösch mit einem Schuss in die Tormitte verwandelte (21.). Lüdke hätte in der 75. Minute beinahe das 2:0 nachgelegt, der Pfosten war im Weg. Doch dieses Pech fiel hinterher nicht mehr groß ins Gewicht.

Bei den anderen zwei am Samstag spielenden Aufsteigern hätte nach 90 Minuten die Gefühlslage kaum unterschiedlicher sein können. Während der SV Eintracht Trier den FC-Astoria Walldorf mit 3:0 nach Hause schickte, verlor der SGV Freiberg wegen eines Gegentreffers in  der Nachspielzeit mit 1:2 gegen den VfR Aalen.

Trier bestraft Walldorfs Risiko

Zu Trier: Die 2741 Zuschauer im Moselstadion lagen sich zum ersten Mal in der 48. Minute in den Armen, als König einen weiten Ball von Boesen gut verarbeitete und die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte platzierte. Als Walldorf notgedrungen immer mehr ins Risiko ging, konterte der SV Eintracht eiskalt. Erst in der 85. Minute: König assistierte für Brandscheid. Und mit der letzten Aktion schraubte Debrah den Deckel zu (90.+4).

Auf einen ähnlich erfreulichen Nachmittag schien Freiberg in der 4. Minute zuzulaufen. Barini, 1,73 Meter groß, übersprang Gegenspieler Wächter und köpfte zur Führung ein. Das Erweckungserlebnis für einen eher weniger kreativen VfR geschah in der 31. Minute. Über Abruscia und Bux gelangte der Ball im Strafraum zum alleine gelassenen Seitz, der den Ball im Tor unterbrachte. Der Sport- und Gesangsverein erarbeitete sich viele Standardsituation und wurde aus diesen heraus auch immer wieder gefährlich. Zwischendurch konnte Aalen froh sein, nicht in Rückstand zu geraten. Bis besagte Nachspielzeit hereinbrach und Müller den Ball gegen Thermann eroberte, auf Abruscia passte und dieser Arcalean bediente, der das Siegtor markierte.

Beim Bahlinger SC wird Häringer ins Visier der Schulterklopfer geraten, denn der 32-Jährige köpfte gegen den VfB Stuttgart II eine 2:0-Führung heraus (30./60.), die der kleine VfB aber durch Kudala (62.) und Wolf (78.) egalisierte. Somit musste Häringer nochmal ran, in der 82. Minute köpfte er eine Flanke aus dem Halbfeld zum Siegtor über die Linie.

Auf den letzten Metern schlug der FSV Frankfurt die TSG Balingen. Der eingewechselte Bouthakrit kam in der Nachspielzeit einen Tick früher an einen langen Ball, wurde von TSG-Torwart Binanzer zu Fall gebracht. Den verhängten Strafstoß verwandelte Leon Müller.

stw/dw