Weltmeisterschaft

DEB-Team nach 5:4 gegen Kasachen vor Gruppensieg

Eishockey-WM in Finnland: Fünfter Erfolg in Serie

DEB-Team feiert gegen wehrhafte Kasachen knappen Sieg und hat Gruppensieg im Blick

Lukas Reichel nimmt Maß und trifft.

Lukas Reichel nimmt Maß und trifft. IMAGO/ActionPictures

Deutschlands Eishockey-Nationalteam hat nach dem fünften Sieg in Serie bei der WM in Finnland die Chance auf die beste Vorrunde der Verbandsgeschichte. Am Sonntag gewann die ersatzgeschwächte Auswahl von Bundestrainer Toni Söderholm gegen den Vorrundenletzten Kasachstan mühevoll 5:4 (3:2, 1:1, 1:1). Am Dienstag im abschließenden Gruppenspiel gegen den Erzrivalen Schweiz (11.20 Uhr/Sport1 und MagentaSport) kann Deutschland im Optimalfall gar den Gruppensieg und damit die beste Ausgangslage für das Viertelfinale am Donnerstag erringen.

Spiele am Sonntag

Jonas Müller (5. Minute) mit seinem ersten WM-Tor überhaupt, Leo Pföderl (17.), Daniel Fischbuch (19.), Lukas Reichel (26.) und Yasin Ehliz (48.) schossen in Helsinki die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Mit nun 15 Punkten stellte das DEB-Team bereits nach sechs Spielen das bislang erfolgreichste WM-Vorrunden-Abschneiden von 2019 ein. Roman Starschenko (3.), Jegor Petuchow (16.), Pawel Akolzin (40.) und Nikita Michailis (41.) trafen für den kampfstarken Außenseiter, dem der Abstieg aus der A-Gruppe droht.

Da der Viertelfinal-Einzug schon vorher festgestanden hatte, schonte Söderholm einige Leistungsträger. Im Tor kam Dustin Strahlmeier von den Grizzlys Wolfsburg zu seinem WM-Debüt, NHL-Goalie Philipp Grubauer stand gar nicht im Kader. Auch die leicht angeschlagenen Korbinian Holzer und Matthias Plachta spielten nicht. "Die sind beide spielfähig, nichts Schlimmes", sagte Söderholm zum Duo aus Mannheim.

Anruf aus Ottawa

Auch zu NHL-Stürmer Tim Stützle hatte der Bundestrainer eine ähnliche Meinung. Doch der 20 Jahre alte Ausnahmestürmer wird nach seiner leichten Knieverletzung aus dem Spiel gegen Frankreich am vergangenen Montag (3:2) bei der WM nicht mehr spielen - offenbar auf Geheiß seines NHL-Teams Ottawa Senators. "Die Entscheidung liegt nicht in meinen Händen", sagte Söderholm verstimmt.

Kasachstan - Deutschland 4:5 (2:3,1:1,1:1)
Kasachstan:
Tor: Schutow
Abwehr: Orechow, Blacker, Metalnikow, Dietz, Schalapow, Beketajew, Sam. Danijar
Angriff: Startschenko, Sagadejew, Akolsin, Sawitskij, Walk, Michailis, Schewtschenko, Schestakow, Panjukow, Rachmanow, Asetow, Gurkow, Petuchow

Deutschland:
Tor: Strahlmeier (Grizzlys Wolfsburg)
Abwehr: Mo. Müller (Kölner Haie), Seider (Detroit Red Wings), J. Müller (Eisbären Berlin), Gawanke (Manitoba Moose), Wissmann (Eisbären Berlin), F. Wagner (ERC Ingolstadt), Bittner (Grizzlys Wolfsburg) Angriff: Ehliz (EHC Red Bull München), Michaelis (Toronto Marlies), Fischbuch (Düsseldorfer EG), Noebels (Eisbären Berlin), Reichel (Eisbären Berlin), Pföderl (Eisbären Berlin), Schmölz (Nürnberg Ice Tigers), Loibl (Skellefteå AIK), Karachun (Schwenninger Wild Wings), Soramies (ERC Ingolstadt), Kastner (EHC Red Bull München), Ehl (Düsseldorfer EG)

Schiedsrichter: Roy Stian Hansen (Norwegen)/Linus Öhlund (Schweden)
Zuschauer: 3124
Tore: 1:0 Startschenko (2:57), 1:1 J. Müller (4:38), 2:1 Petuchow (15:46), 2:2 Pföderl (16:10), 2:3 Fischbuch (18:33), 2:4 Reichel (25:52), 3:4 Akolsin (39:29), 4:4 Michailis (40:38), 4:5 Ehliz (47:08)
Strafminuten: 6 / 4

dpa, aho

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