2. Bundesliga

Kapitän Latzas Startelfplatz bei S04 nicht mehr garantiert

Schalkes Trainer Grammozis baut sich eine Brücke

Kapitän Latzas Startelfplatz nicht mehr garantiert

Wird er am Wochenende geschont? Danny Latza.

Wird er am Wochenende geschont? Danny Latza. imago images/RHR-Foto

Angesprochen auf Danny Latzas Rolle nach seiner mehrmonatigen Verletzung, die er sich im ersten Saisonspiel gegen den HSV im Juli zugezogen hatte, ließ Dimitrios Grammozis bereits im kicker-Interview vor einem Monat keine Zweifel daran aufkommen, welchen Stellenwert der Mittelfeldspieler allein schon aufgrund seines Kapitänsstatus besitzt. "Danny ist ohne Frage ein Eckpfeiler", sagte der Trainer des FC Schalke seinerzeit und betonte: "Man kann davon ausgehen, dass er bei maximalem Leistungsvolumen große Chancen hat, regelmäßig in der Anfangself zu stehen."

In den folgenden drei Ligaspielen gehörte Latza tatsächlich jeweils zur Startformation. Mit mäßigem Erfolg. Beim 0:1 gegen den 1. FC Heidenheim gab es noch die kicker-Note 3,5, es folgten zwei glatte Fünfen beim 2:4 gegen Darmstadt sowie zuletzt beim 1:1 in Bremen.

Mir war klar, dass es dauern würde bis zum Erreichen seines Normalniveaus.

Dimitrios Grammozis über Danny Latza

Ganz allgemein betrachtet findet Grammozis "die Kritik an ihm übertrieben", sagte der Trainer am Donnerstag mit Verweis darauf, dass Latza "lange raus" war. "Mir war klar, dass es dauern würde bis zum Erreichen seines Normalniveaus." Das Problem: Weil auch die übrigen Mittelfeldspieler rund um Dominick Drexler, Rodrigo Zalazar oder Victor Palsson aktuell keine berauschenden Auftritte hinlegen, wird Latzas Leistung natürlich auch nicht abgefedert.

Von der Einsatzgarantie, die Grammozis seinem Kapitän zuletzt mehr oder weniger deutlich eingeräumt hatte, rückte der Trainer vor dem Heimspiel gegen Sandhausen am Samstag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) nun erstmals ab. Er tat das geschickt, indem er sich selbst eine Brücke baute: "Wir müssen schauen, dass die Belastungssteuerung stimmt." Heißt: Wenn Grammozis am Samstag auf seinen Kapitän verzichtet, wird er das souverän mit Verweis auf die gesundheitliche Fürsorgepflicht begründen können, ohne weder seinen Führungsspieler noch sich selbst bloßzustellen.

Es ist wahrscheinlich, dass Grammozis seine Mittelfelbesetzung im Vergleich zum 1:1 in Bremen ändert - speziell dieser Mannschaftsteil liefert derzeit schlichtweg zu wenig Impulse. Als Startelf-Kandidat gilt Rodrigo Zalazar, aber auch Florian Flick. Darko Churlinov derweil nicht - er wird mit Schulterproblemen eher nicht einsatzbereit sein. Die Frage ist: Wer muss auf die Bank? Drexler schien bislang die naheliegendste Lösung zu sein, seit Donnerstag ist auch Latza nicht mehr unantastbar.

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