U 21

Kann Mutu den Bann für Rumänien brechen?

Der frühere Topstar trainiert die U 21

Kann Mutu den Bann für Rumänien brechen?

Will mit seiner Mannschaft weiterkommen: Adrian Mutu.

Will mit seiner Mannschaft weiterkommen: Adrian Mutu. imago images

1998 war Rumänien als Gastgeber der EM automatisch qualifiziert. Schon damals scheiterten die Gastgeber an der deutschen Auswahl. Im damaligen Modus trafen die im Viertelfinale gescheiterten Teams in einer Platzierungsrunde aufeinander, die DFB-Auswahl siegte 1:0.

Mutu fehlen gleich sechs wichtige Spieler

Vor zwei Jahren war die rumänische U 21 sogar bis ins Halbfinale vorgedrungen und schied wiederum gegen Deutschland aus (2:4). Am Dienstag steht das dritte Duell an, und auch wenn es noch ein Gruppenspiel ist, handelt es sich um ein entscheidendes. "Wir sind nicht hier, um Ferien zu machen, sondern unseren Gegnern das Leben so schwer wie möglich zu machen", sagt der Coach, der einstige Topstar Adrian Mutu. Allerdings kann Mutu nicht aus dem Vollen schöpfen, denn der Mannschaftskapitän Marius Marin und der Stürmer George Ganea (Sohn des ehemaligen Bundesligastars vom VfB Stuttgart, Ioan Viorel Ganea) fehlen gelbgesperrt.

Von der erneut hoffnungsvollen rumänischen Generation sind zudem Ianis Hagi, Dennis Man, Florinel Coman und Valentin Mihaila bereits in die A-Nationalmannschaft aufgerückt. Und doch gibt es mehrere Spieler, die auch vor zwei Jahren dabei waren: Stammtorwart Andrei Vlad, die Abwehrspieler Pascanu (Siegtorschütze beim 2:1 gegen Ungarn) und Boboc, die Mittelfeldspieler Olaru und Ciobanu sowie auch der Stürmer Petre.

"Der Kampfgeist charakterisiert diese Mannschaft, jeder kämpft für den anderen und alle zusammen", sagt Mutu über sein Team, das auch ohne die starken Individualisten den Niederländern ein 1:1 abtrotzten.

"Ich will nie mehr so einen Schiedsrichter haben"

Fast alle seine Spieler verdienen ihr Geld noch in der Heimat, die meisten bei Topklubs, und alle sind Stammspieler, da ist also viel Spielpraxis und Erfahrung auf dem Platz. Mutu scheint ein Toptrainer zu werden, der frühere Klassestürmer weiß, jedes Spiel pragmatisch und effizient vorzubereiten und die Spieler bestens zu motivieren.

Das hat man auch beim 1:1 gegen die Niederlande und beim 2:1 gegen Ungarn gesehen, auch wenn im letzten Spiel der belgische Schiedsrichter Lawrence Visser sich mit einigen Entscheidungen den Unmut von Mutu zuzog, "ich will nie mehr so einen Schiedsrichter haben, denn ich brauche mein Herz noch", zürnte der Coach.

Paul Zaharia