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DFB-Kandidat Peters: Weibliche Unterstützung als Trumpf ?

Silke Sinning als mögliche DFB-Vizepräsidentin

Kandidat Peters: Weibliche Unterstützung als Trumpf?

Ist Peter Peters auf bestem Wege, neuer DFB-Präsident zu werden?

Ist Peter Peters auf bestem Wege, neuer DFB-Präsident zu werden? imago images/Team 2

Nach kicker-Informationen plant der scheidende Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball-Liga DFL, der den DFB aktuell interimistisch mit Dr. Rainer Koch führt und diesen auch im FIFA-Rat vertritt, mit hochkarätiger weiblicher Besetzung in seinem Team: Sportwissenschaftlerin Silke Sinning ist demnach bereit für eine Kandidatur als Vizepräsidentin unter Peters. Die Universitätsprofessorin engagiert sich seit langem im Frauenfußball und sitzt dem Ausschuss des hessischen Fußball-Verbandes HFV für Mädchen- und Frauenfußball vor. Beim jüngsten Verbandstag in Hessen scheiterte sie mit einem Vorstoß, den Frauen für ihre Spielentscheidungen im HFV Autonomie zu gewährleisten - im HFV-Präsidium war das Nicht-Erreichen der für diese Statutenänderung notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit kritisch betrachtet worden, manche sprachen von einer Retourkutsche für Sinning.

Landesverbände wollen mehr Frauen in der DFB-Spitze

Am 11. März wählt der DFB-Bundestag seinen neuen Präsidenten, nachdem Fritz Keller mangels Vertrauen in Folge einer verbalen Entgleisung gegen Koch zurückgetreten war. Die Landes- und Regionalverbände, schickten zuletzt Neuendorf, den Chef des Mittelrhein-Verbandes, ins Rennen. Mit einer Ausnahme: der Westfälische Leichtathletik- und Fußball-Verband nominierte sowohl Neuendorf als auch Peters, der sich der Stimmen der Ligavertreter sicher sein darf. Alleine mit diesen jedoch würde er beim Bundestag die Mehrheit deutlich verfehlen. Mit Sinning könnte Peters auch bei so manchem Landesverband wuchern, der mehr Frauen in der künftigen DFB-Spitze sehen will. Als DFL-Aufsichtsratschef war er bereits an der Auswahl Donata Hopfens als künftige DFL-Geschäftsführerin maßgeblich beteiligt. Wobei auch die Initiative "Fußball kann mehr" stark weiblich geprägt ist. Das Bündnis um die ehemalige HSV-Vorständin Katja Kraus könnte auch noch eine eigene Kandidatin ins Rennen schicken, zuletzt gab es Gespräche mit der Interessengemeinschaft "Rettet die Amateure".

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