Int. Fußball

Glen Kamara (Rangers) erneuert Rassismus-Vorwürfe gegen Ondrej Kudela

Anwaltliches Schreiben des Rangers-Profis

Kamara erneuert Rassismus-Vorwürfe gegen Kudela und benennt Zungu als Zeugen

Schauplatz Glasgow: Glen Kamara (2.v.l.) und Bongani Zungu im Wortgefecht mit Slavia-Profi Kudela (li.).

Schauplatz Glasgow: Glen Kamara (2.v.l.) und Bongani Zungu im Wortgefecht mit Slavia-Profi Kudela (li.). imago images

Glen Kamara bleibt bei seinen Aussagen und hat mittlerweile durch ein über seinen Anwalt veröffentlichtes Schreiben unterstrichen, am Donnerstag beim Europa-League-Duell mit Slavia Prag durch einen Gegenspieler rassistisch beleidigt worden zu sein. "Die abscheuliche rassistische Beleidigung von Ondrej Kudela hat auf der internationalen Bühne stattgefunden, und wenn die UEFA nicht handelt, wird dies als grünes Licht für Rassismus gesehen werden", heißt es.

Im Nachgang des von den Rangers mit 0:2 verlorenen Rückspiels, das den Tschechen den Einzug ins Viertelfinale der Europa League bescherte, hatte schon Glasgows Trainer Steven Gerrard am Donnerstag gesagt, Kamara sei rassistisch beleidigt worden. Slavia stritt den Rassismus-Vorwurf vehement ab und beschuldigte stattdessen Kamara, Kudela nach dem Spiel geschlagen zu haben. Die UEFA hat die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen.

Spielersteckbrief Kudela
Kudela

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Spielersteckbrief Kamara
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Kamara: Nachträgliche Aussagen Kudelas "absolute Lüge"

Finnlands Nationalspieler Kamara sagt, dass Kudela ihm eine rassistische Beleidigung ins Ohr geflüstert habe und nennt seinen Teamkollegen Bongani Zungu als Zeugen. Dieser habe den genauen Wortlaut hören können. Kudelas nachträgliche Aussagen, er habe Kamara zwar beleidigt, aber nicht rassistisch, seien eine "absolute Lüge", die Beleidigungen vielmehr "bewusst und vorsätzlich" gewählt worden.

Kamara bedankte sich bei seinem Team, Gerrard und den Fans für deren Unterstützung. "Ich war geschockt und entsetzt, so eine rassistische Beleidigung von einem professionellen Fußballer zu hören", schreibt er. Im Fußball gebe es "keinen Platz für Rassismus oder irgendeine Form der Engstirnigkeit". Es sei nun Zeit, die Alibipolitik zu beenden und keine Toleranz mehr zu zeigen.

aho/dpa