Bundesliga

Stuttgarts Kalajdzic über Bayern: "Das habe ich so noch nie erlebt"

VfB-Angreifer bei "kicker meets DAZN" über sein Jahr und die Zukunft

Kalajdzic über die Bayern: "Das habe ich so noch nie erlebt"

Erzielte 16 Saisontore: Stuttgarts Sasa Kalajdzic.

Erzielte 16 Saisontore: Stuttgarts Sasa Kalajdzic. imago images

Aufsteiger Stuttgart hat in der vergangenen Saison überzeugt, die Spielzeit auf Platz neun abgeschlossen. Ein Spieler, der bei den Schwaben neben Silas Wamangituka herausstach, war Sasa Kalajdzic. Der Zwei-Meter-Mann wurde auch schnell für seine launigen und ehrlichen Interviews bekannt - und nahm sich trotz der kurzen Pause bis zum Start der EM-Vorbereitung Zeit für "kicker meets DAZN".

2019/20 war Kalajdzic aufgrund eines Kreuzbandrisses nur zu sechs Einsätzen gekommen. In der nun abgelaufenen Saison saß er zunächst als Joker auf der Bank, wurde dann aber, auch aufgrund Verletzungen anderer Spieler, zur festen Größe. "Durch Verletzungen haben viele junge Spieler ihre Chance bekommen. Ich war auch einer davon. Ich habe mich dann bewiesen. Wenn sich keiner verletzt hätte, hätte ich vielleicht weiterhin nur als Joker die Chance bekommen", sagt Kalajdzic im Podcast.

Spielersteckbrief Kalajdzic
Kalajdzic

Kalajdzic Sasa

Wenn man die ganze Saison betrachtet, war es mehr als ordentlich, ich bin sehr zufrieden. Ich würde mir einen Zweier geben.

Sasa Kalajdzic

Der Angreifer zahlte das Vertrauen schnell zurück, insgesamt schoss er in seiner ersten Bundesliga-Saison satte 16 Treffer und bereitete sieben weitere vor. "Wenn man die ganze Saison betrachtet, war es mehr als ordentlich, ich bin sehr zufrieden. Ich würde mir einen Zweier geben", schätzt sich der 23-Jährige ganz bescheiden auf einer Notenskala ein und ergänzt: "16 Tore ist schon eine geile Statistik, aber es geht nicht immer nur um Statistik, sondern um die Leistung. Wenn ich drei Tore mache und wir verlieren 3:4, bin ich wütend. Es gab viele Leistungen von mir, die gut waren, es gab natürlich auch welche, wo ich nicht zufrieden war. In Summe war es eine gute, aber keine sehr gute Saison, es gab auch schwierige Phasen."

Acht der 16 Tore per Kopf

Besonders beeindruckend bei Kalajdzic war das Kopfballspiel. Er machte teilweise Treffer mit einer sensationellen Flugkurve. "Ich war schon immer kopfballstark", sagt er, räumt aber ein: "Bei Admira Wacker habe ich schon sehr, sehr viele Kopfbälle vernebelt. In einem Spiel gegen RB Salzburg hatte ich fünf Kopfbälle in einem Spiel, die ich alle versemmelt habe. Das hat sich alles über die Zeit entwickelt." Inzwischen ist es für den Angreifer ganz simpel: "Bring das Ding und ich hau ihn mit dem Schädel rein, das war's."

Zukunft? Kalajdzic ist "ganz entspannt"

Der VfB-Stürmer steht nach diesen starken Leistungen natürlich auch bei anderen Teams auf dem Zettel. "Ich bin da relativ entspannt, weil ich weiß, dass ich in einer angenehmen Situation bin", lässt sich Kalajdzic in Sachen Zukunftsplanung nicht in die Karten schauen. "Ich habe eine gute Saison gespielt und weiß, dass ich in Stuttgart geschätzt werde. Ich lasse alles meinen Berater machen und habe ihm gesagt, wenn es war Konkretes gibt, lass es mich wissen. Aber bis dahin will ich einfach nur kicken."

Bring das Ding und ich hau ihn mit dem Schädel rein, das war's.

Sasa Kalajdzic

Großes Lob für die Bayern

Beim Blick zurück in die vergangene Saison hat Kalajdzic speziell eine Mannschaft beeindruckt. Zwar war er mit seinem VfB gegen Leipzig "in zwei Spielen ohne Chance", doch ein Team war aus seiner Sicht noch stärker. "Das Spiel, was mich am meisten beeindruckt hat, wo ich gar nicht gepackt habe, wie stark die Mannschaft ist, war Bayern", macht der 23-Jährige klar. "Das war eine Lehrstunde. Sie waren ein Mann weniger und haben uns einfach hergespielt. Sie haben uns auseinander genommen in diesem Spiel, das habe ich noch nie so erlebt, es war richtig beeindruckend."

Angreifer geht mit Demut in die EM

Im Sommer steht Kalajdzic bei der EM mit der österreichischen Nationalmannschaft vor seinem ersten großen Turnier. "Ich gehe mit einer sehr großen Demut in das Turnier und die Truppe, ich weiß, dass ich neu bin. Aber ich muss mich nicht verstecken mit den Leistungen, die ich gebracht habe. Ich werde mit einem großen Selbstvertrauen in jedes Spiel gehen, in dem ich Spielzeit bekomme", macht der Schlaks klar, der in fünf Länderspielen dreimal traf. Was möglich ist? "Von allem bis gar nichts ist alles möglich, wenn man die letzten Länderspiele anschaut."

Im aktuellen "kicker meets DAZN"-Podcast spricht Kalajdzic außerdem über das Zusammenspiel mit Borna Sosa, seinen besten Gegenspieler in der Bundesliga und Sven Mislintat.

Die "kicker meets DAZN"-Folge jetzt hören:

KMD #103 - Lukasz Piszczek
27. September 202101:39:38 Stunden

KMD #103 - Lukasz Piszczek

Die deutsche Bevölkerung hat gewählt und KMD ganz klar den Regierungsauftrag für das Podcast-Business erteilt. Alex und Benni stellen sich dieser Herausforderung natürlich und nehmen an! Deshalb wird in der neuen Folge kicker meets DAZN auch direkt gnadenlos abgeliefert und eine echte BVB-Legende begrüßt! Lukasz Piszczek plaudert über seine Bundesliga-Karriere, die Parallelen zwischen dem Ruhrgebiet und seiner polnischen Heimat und wieso er eigentlich nie Rechtsverteidiger werden wollte. Außerdem verabschiedet sich die KMD-Crew zusammen mit kicker-Reporter Carsten Schröter-Lorenz gebührend vom altehrwürdigen Dreisamstadion und beleuchtet den starken Freiburger Saisonstart. Und keine Sorge: Der restliche Spieltag inklusive des strittigen Platzverweises von Deniz Aytekin im Borussen-Duell und der Hertha-Krise kommt natürlich auch nicht zu kurz!

weitere Podcasts

Der Podcast ist auf allen gängigen Plattformen verfügbar, wie zum Beispiel

- Spotify
- Deezer
- iTunes
- audio now
- Google Podcasts
- Podimo

mst

Sieben Klubs dabei: Die kicker-Elf des 34. Spieltags