Bundesliga

Bayern-Boss Kahn will bei Lewandowski "stur bleiben"

Bayern-Vorstandschef plädiert für Salary Cap

Kahn: "Bei Robert würden wir es uns auf jeden Fall leisten, stur zu bleiben"

Sein Vertrag beim FC Bayern läuft 2023 aus: Robert Lewandowski.

Sein Vertrag beim FC Bayern läuft 2023 aus: Robert Lewandowski. imago images/Philippe Ruiz

Auch der FC Bayern leidet unter den Folgen der Corona-Pandemie, einen Verkauf von Robert Lewandowski schließt Oliver Kahn aber kategorisch aus. "Bei Robert würden wir es uns auf jeden Fall leisten, stur zu bleiben", sagte der FCB-Vorstandschef der "Welt am Sonntag", fügte aber hinzu: "Generell werden wir in Sachen Transfers zukünftig flexibler agieren."

Etwa 150 Millionen Euro Umsatz hat die Corona-Pandemie den Bayern bislang gekostet. "Die Situation heute ist, was die finanziellen Ressourcen angeht, also eine ganz andere als die, die ich vorgefunden habe, als ich im Januar 2020 als Vorstand anfing", so Kahn - und hat deshalb Revolutionäres im Blick.

"Es muss eine Salary Cap, eine Gehaltsobergrenze geben", sagt er. In der Europäischen Klub-Vereinigung ECA gebe es Bestrebungen, "klare Beschränkungen einzuführen". Kahn: "Es werden mehrere Modelle diskutiert, einige Ansätze könnte man aus dem System im US-Profisport übernehmen."

Während die Bayern und andere europäische Topklubs wie der FC Barcelona, Real Madrid und Italiens Meister Inter Mailand in diesem Transfersommer zum Sparen gezwungen sind, pumpen die Premier-League-Spitzenkräfte genau wie Paris St. Germain investorengestützt weiter kräftig Geld in den Markt - und bedrohen dabei auch den Status der Bayern.

Laut Kahn könnte es beispielsweise künftig "eine feste Summe als Gehaltsgrenze für den gesamten Kader eines Klubs geben, eine sogenannte Hard Cap". Eine andere Möglichkeit wäre es, Ausgaben an die Einnahmen oder Umsätze des Klubs zu koppeln. "Für Gehälter dürfen also nur ein gewisser Prozentsatz der Einnahmen oder Umsätze ausgegeben werden, das wäre eine sogenannte Soft Cap."

jpe/dpa/sid