2. Bundesliga

"Kämpfer" Kocak tut sich mit dem Wort "Krise" schwer

96-Trainer verspüre trotz Negativlauf "keinen Druck"

"Kämpfer" Kocak tut sich mit dem Wort "Krise" schwer

Auch wenn die Luft für Hannover 96 langsam dünner wird, Trainer Kenan Kocak sah gegen Kiel auch Positives.

Auch wenn die Luft für Hannover 96 langsam dünner wird, Trainer Kenan Kocak sah gegen Kiel auch Positives. imago images

Alle zehn Punkte hat Hannover 96 bislang zuhause errungen, auswärts gab es hingegen bislang überhaupt nichts zu holen. Vor der Partie gegen Holstein Kiel warteten die Niedersachsen bereits seit drei Spielen auf einen Sieg, 96-Coach Kenan Kocak hoffte deswegen auf das Heimgesicht seiner Mannschaft - und sie zeigte es prompt: Alleine Ex-Kieler Marvin Ducksch verpasste im ersten Abschnitt zweimal in aussichtsreicher Position den Torerfolg. "Wir müssen deutlich in Führung gehen, das haben wir versäumt", konstatierte Kocak nach der Partie am Sky-Mikrofon.

"Brutal gute Einstellung" - Kocak tun seine Jungs leid

Auch in den zweiten Durchgang startete Hannover gut, ehe die 55. Minute anbrach. "Auf einmal hat das Spiel einen anderen Verlauf genommen", denn Kiel schoss innerhalb von nur vier Minuten den 3:0-Sieg heraus. Kocak taten seine Jungs "wahnsinnig leid, sie haben ein gutes Spiel abgeliefert". Der Auftritt sei nicht zu vergleichen gewesen mit der tristen Vorstellung gegen Würzburg (1:2): "Wir haben eine brutal gute Einstellung an den Tag gelegt."

Trotzdem stand nach 90 Minuten die erste Heimniederlage zu Buche. Obwohl Hannover damit bereits seit vier Spielen sieglos ist und im letzten Tabellendrittel festhängt, sieht Kocak sein Team nicht in einer Krise: "Ich tue mich immer schwer mit dem Wort Krise. Jetzt machen wir gerade diesen negativen Prozess durch." Dennoch wolle der 39-Jährige nichts schönreden, sondern die Lehren aus der Niederlage ziehen.

"Kämpfer" Kocak verspürt "keinen Druck"

Dass er neben den Lehren vielleicht auch bald die Konsequenzen zu spüren bekommen kann, ist im Fußballgeschäft mittlerweile normal. Dennoch verspüre Kocak "keinen Druck", auch wenn "das keine schöne Situation für uns alle ist". Vielmehr erneuerte er seine Einstellung: "Mehr als mein Bestes für den Verein geben kann ich nicht. Ich bin ein Kämpfer und weiß, was zu tun ist." Deswegen forderte er bereits unmittelbar nach Spielende: "Brust raus und dann voll auf den HSV konzentrieren" - auch wenn es ein Auswärtsspiel ist.

sts