Bundesliga

Hoffenheims Pavel Kaderabek: "Das will ich nie mehr erleben"

Tscheche hadert mit vergangener Saison in Hoffenheim und der EM

Kaderabek: "Das will ich nie mehr erleben"

Nimmt einen neuen Anlauf: Pavel Kaderabek.

Nimmt einen neuen Anlauf: Pavel Kaderabek. imago images/Avanti

Auch Pavel Kaderabek deutete gleich wieder an, welchen Wert er für die TSG haben kann - wenn er fit ist. Doch nach der ersten halben Stunde dieser Saison beim 3:1 im Test gegen Reims musste auch Hoffenheims Dauerläufer erst mal durchschnaufen. "Ich war extrem platt, 30 Minuten waren genug für mich, ich hatte ja nur wenige Einheiten mit der Mannschaft, aber das kommt jetzt schnell zurück", erklärte Kaderabek, der bei der EM mit Tschechien bis ins Viertelfinale vorgedrungen, dort aber an Dänemark gescheitert war (1:2).

Auch die erstmals wieder spärlich besetzten Ränge in der Sinsheimer Arena genoss der Tscheche. "Bei EM haben wir im Achtelfinale in Budapest vor 70000 Leuten gespielt, das war schon was anderes."

Nur ein Einsatz bei der EM

Dieser überraschende Sieg gegen die favorisierten Niederlande (0:2) blieb der einzige Einsatz für den 29-Jährigen in diesem Turnier. Seinen angestammten Platz hinten rechts hatte er an Vladimir Coufal von West Ham United abtreten und gegen die Holländer sogar auf der ungewohnten linken Seite verteidigen müssen. "Als Team war die EM ein Erfolg, für mich nicht so sehr, ich habe fast gar nicht gespielt", sagt Kaderabek, und die Enttäuschung ist deutlich rauszuhören, "das war Entscheidung des Trainers, die habe ich akzeptiert, das muss man auch. Natürlich war ich nicht glücklich, das war keine einfache Situation für mich. Ich konzentriere mich jetzt voll auf Hoffenheim, dann werden wir sehen, wie es in der Nationalmannschaft weitergeht."

Nur über eine erfolgreiche Saison mit der TSG kann sich der gebürtige Prager seinen alten Stammplatz zurückerobern. Die letzte war für ihn durch eine ungewöhnlich lange Leidenszeit geprägt. Erst hatte sich Kaderabek wegen eines Coronafalles in seinem direkten Umfeld in Quarantäne begeben müssen und sich danach eine hartnäckige Wadenverletzung zugezogen. "Das war nicht einfach für mich, ich war fast vier Monate verletzt", so Kaderabek, "das hatte ich so noch nicht und will ich auch nie mehr erleben." Sein persönliches Saisonziel lautet deshalb: "Gesund zu bleiben. Mein Mannschaftsziel ist jedes Jahr, den Europapokal zu schaffen, also Europa League oder Champions League."

Probleme in der 1. Pokalrunde sind keine Seltenheit

Zum Auftakt wartet aber am kommenden Montag die erste Pokalrunde auf die TSG, in der sich die Kraichgauer in den zurückliegenden beiden Jahren auch gegen unterklassige Teams sehr schwertaten. Vor zwei Jahren setzte sich Hoffenheim beim damaligen Drittligisten Würzburger Kickers erst im Elfmeterschießen durch (5:4). Auch gegen den Regionalligisten aus Chemnitz benötigte die TSG das Strafstoß-Roulette, um in die nächste Runde einzuziehen (3:2).

Nun geht es am Montag (18:30 Uhr) wieder gegen einen Drittligisten, diesmal Viktoria Köln. "Hoffentlich wird es diesmal besser", hofft Kaderabek, "die erste Runde ist immer schwierig, aber wichtig ist weiterzukommen. Das haben wir auch geschafft die letzten beiden Jahre, wenn auch mit Nervenkitzel."

Michael Pfeifer

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