DFB-Pokal

Jubel um HSV-"Serientäter" Glatzel

Angreifer erzielt in Köln sein fünftes Tor im vierten Pflichtspiel in Folge

Jubel um Hamburgs "Serientäter" Glatzel

Robert Glatzel schreit seine Freude über seinen Treffer hinaus.

Robert Glatzel schreit seine Freude über seinen Treffer hinaus. imago images/Uwe Kraft

Robert Glatzels zwischenzeitliches 1:0 in Müngersdorf war der fünfte Treffer des 28-Jährigen in den zurückliegenden vier Pflichtspielen - der neue Torjäger ist ein komplett anderer Stürmertyp als sein Vorgänger Simon Terodde, entwickelt aber allmählich einen ähnlichen Wert.

Glatzel: "Es war ein geiles Spiel"

Weil Sebastian Schonlau in der letzten Aktion der Verlängerung Anthony Modeste kurz am Trikot zupfte und der Kölner anschließend den Strafstoß verwandelt hatte, war Glatzels Kopfball noch nicht der Siegtreffer, das 4:3 im Elfmeterschießen verfolgte der frühere Heidenheimer dann als Zuschauer, weil er kurz vor dem Abpfiff gegen Mikkel Kaufmann ausgetauscht worden war und jubelte dennoch: "Es war ein geiles Spiel." Eines, in dem er schon wieder die Akzente setzte.

Bis in den Herbst hinein wurde Glatzel von der sportlichen Führung zwar für seinen Einsatz und seine spielerischen Fähigkeiten gelobt, verbunden waren diese Einordnungen aber auch immer mit der Hoffnung auf mehr Tore. Aktuell fallen sie: Zehn sind es in der Liga, bereits zwei nun auch im Pokal. Und Glatzel konstatiert, dass die Reise in diesem Wettbewerb über Köln hinaus zu Recht weitergeht: "Wir haben uns belohnt und sind verdient weitergekommen."

Schonlau: "Für uns ist das brutal wichtig"

Tim Walter hatte Spiele wie diese im Vorfeld als ganz wichtige Entwicklungsprozesse für seine verjüngte Mannschaft eingeordnet, Kapitän Schonlau streicht nach dem Coup von Köln deshalb genau diesen Aspekt heraus: "Solche Partien haben wir nicht alle Tage. Für uns ist das brutal wichtig." Weil der HSV in der Anfangsphase vor Augen geführt bekam, was ihm noch fehlt, da der Versuch, mutig von hinten herauszuspielen oftmals in Kölner Großchancen mündete. Weil er aber auch demonstrierte, dass er sich anpassen kann an das höhere Tempo und dank des Festhaltens an der Idee auch mit fortwährender Spieldauer immer wieder zu eigenen Möglichkeiten kam. "Wir sind schlecht ins Spiel gestartet", analysiert Walter, "aber dann immer besser reingekommen. Deshalb würde ich den Sieg auch nicht als unverdient bezeichnen, obwohl im Elfmeterschießen sicher der Glücklichere gewonnen hat."

Heuer Fernandes blickt aufs Derby voraus

Der neben Glatzel zweite Held des HSV stand wie schon beim Zweitrunden-Sieg in Nürnberg im Tor: Daniel Heuer Fernandes. Zwar zwei Mal beim Mitspielen mit dem Glück im Bunde, rettete der Keeper sein Team mehrfach und nicht erst im Elfmeterschießen, blickte im Moment des Triumphes aber bereits voraus. Auf das nächste Spiel, das nicht nur wichtig für die Entwicklung, sondern auch elementar für den Fortgang der Zweitligasaison ist: das Derby gegen St. Pauli. "Diesen Schwung und diese positive Energie", fordert der Keeper, "müssen wir für den Freitag mitnehmen."

Sebastian Wolff

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