Bundesliga

Stevan Jovetic freigetestet und auf dem Rückweg nach Berlin

Herthas Stürmer nach Corona wohl doch im Derby dabei

Jovetic freigetestet und auf dem Rückweg nach Berlin

Eine Option fürs Derby gegen Union: Stefan Jovetic.

Eine Option fürs Derby gegen Union: Stefan Jovetic. Getty Images

Der Montenegriner, der in der Vorwoche bei seinem Abstecher zur Nationalmannschaft positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat sich nach Ablauf der Quarantäne freigetestet und wird im Laufe des Donnerstags nach Berlin zurückkehren.

Bei Jovetic, am vergangenen Bundesliga-Spieltag gegen Leverkusen (1:1) Torschütze und einer der auffälligsten Berliner, war am vergangenen Freitag ein positives Coronatest-Ergebnis bekannt geworden. Die WM-Qualifikationsspiele Montenegros gegen die Niederlande und die Türkei verpasste der Hertha-Neuzugang, der doppelt geimpft ist und symptomfrei blieb, deshalb. Nach seiner im Laufe des Donnerstags erwarteten Rückkehr nach Berlin muss sich der 32-jährige der nach Corona-Infektionen üblichen kardiologischen Untersuchung unterziehen. Die wird wohl frühestens am Freitag stattfinden. Sollte er danach von den Ärzten grünes Licht erhalten, stünde seinem Einsatz im Derby am Samstag nichts im Wege.

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In der Spieltagspressekonferenz am Donnerstag, an deren Ende Jovetics Freitestung und bevorstehende Rückkehr nach Berlin bekannt wurden, sagte Hertha-Coach Pal Dardai: "Wenn Jove es schafft, ist er Profi genug. Er wird dann selber entscheiden, ob er von Anfang an spielt, als Einwechsler oder gar nicht dabei ist. Und wenn er es nicht schafft, ist es auch keine Ausrede. Natürlich ist die Offensive mit ihm besser." Aber es habe in dieser Woche "Jungs wie Ishak Belfodil" gegeben, "die richtig gut trainieren. Die sehen, es ist ein Platz frei." Davie Selke, Krzysztof Piatek und eben Belfodil hätten bei einem Ausfall Jovetics um den Platz im Sturmzentrum gekämpft. "Vielleicht spielen wir auch 4-4-2 mit zwei großgewachsenen Stürmern", sagte Dardai, der zuletzt auf ein 4-2-3-1 setzte. "Belfodil kann auch hängend spielen."

94 Prozent der Spieler geimpft

Zwei Spieler aus der Reihe der Hertha-Profis, die bislang eine Impfung abgelehnt haben, lassen sich nun doch impfen. "Wir versuchen die Jungs, die sich noch nicht impfen lassen haben, zu überzeugen. Das kommt beim einen oder anderen interessanterweise gut an jetzt, endlich", sagte Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic am Donnerstag. "Anfang der Woche werden wieder zwei zum Impfen gehen, worüber wir sehr glücklich sind. Ich werde keinen Namen nennen. Den Rest, den wir noch haben, werden wir auch noch versuchen, in die richtige Richtung zu bringen und alles Mögliche auszuschöpfen."

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Laut Bobic beträgt die Impfquote im Staff 100 Prozent, in der Mannschaft 94 Prozent. Es seien "nicht mehr viele, die in der Schwebe sind", erklärte Bobic. "Die Jungs (die noch ungeimpft sind, d. Red.) wollen vielleicht im Winter auch in den Urlaub gehen und merken, das ist ein bisschen schwierig. Ich will nicht von einer Impfpflicht sprechen, da muss man ein bisschen aufpassen. Ich bin auch nicht der Söder, der das Fass aufmachen muss. Ganz ehrlich: Es gibt nicht nur Fußball, es gibt viel mehr Sport. Jeder sollte sich impfen lassen, aber jedem sollte es freigestellt sein, ob er es tun möchte oder nicht. Deswegen will ich kein politisches Thema draus machen. Das ist aus meiner Sicht immer kontraproduktiv." In Kürze werde Hertha den Profis auch die Impf-Auffrischung bereitstellen.

Bobic verteidigt Vollauslastung

Die Vollauslastung der Alten Försterei im Derby, die bei einigen angesichts steigender Inzidenzzahlen auf Unverständnis gestoßen war, verteidigte der Sport-Geschäftsführer vehement: "Wir haben Vorgaben - und an die Vorgaben halten wir uns. Und dazu kommt der Appell, sich am Spieltag freiwillig testen zu lassen. Die Stadien waren nicht als der Treiber der Infektion bekannt, das ist eher in geschlossenen Räumen der Fall. Ich halte es für sinnvoll, dass man den Fans die Chance gibt, ins Stadion zu gehen. Dass man vorsichtig sein soll und viele Dinge einhalten soll, ist selbstredend."

Wenn 2G gelten soll, wofür brauchst du dann eine Begrenzung der Kapazität? Dass gegen Augsburg keine 74.000 kommen werden, das wissen wir auch.

Fredi Bobic

Erstmals seit dem 1. März 2020 (2:2 gegen Wolfsburg) kann Union am Samstag wieder vor vollem Haus - 22.012 Zuschauern - spielen. Auch Hertha hat, wie vom kicker bereits am Mittwochabend berichtet, bei der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen den FC Augsburg am 27. November einen Antrag auf Vollauslastung des Stadions gestellt. Bobic bestätigte am Donnerstag: "Für uns war das ganz klar. Wenn 2G gelten soll, wofür brauchst du dann eine Begrenzung der Kapazität? Dass gegen Augsburg keine 74.000 kommen werden, das wissen wir auch." Bei einer Genehmigung des Antrags würde Hertha sich Spielraum verschaffen. Seit Montag gilt in Berlin für Veranstaltungen die in der Vorwoche vom Senat verabschiedete 2G-Regel. In der kommenden Woche folgt womöglich ein 2G-plus-Modell, die finale Entscheidung des Senats dazu steht noch aus.

Steffen Rohr

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