Bundesliga

Johnson rettet Geburtstag und Jubiläum

Laufstark, äußerst vielseitig - und manchmal auch Torschütze

Johnson rettet Geburtstag und Jubiläum

Mit seinem Tor zum 1:1 gegen Leipzig unterstrich Fabian Johnson einmal mehr seine Bedeutung für die Gladbacher.

Mit seinem Tor zum 1:1 gegen Leipzig unterstrich Fabian Johnson einmal mehr seine Bedeutung für die Gladbacher. imago

Natürlich, es gibt etliche Spieler, die mehrere Positionen bekleiden können. Aber in dieser Hinsicht ist der frühere Hoffenheimer ein Extremist: Johnson, einst bei der WM für die USA eine Waffe als umtriebiger rechter Verteidiger, der häufig den Weg nach vorne suchte, spielte schon auf beiden Flügeln, sowohl offensiv als auch defensiv. Vorne, hinten, rechts, links, egal in welchem System: Den Mann kann der Trainer bedenkenlos bringen, er findet sich überall zurecht. Im Zentrum taucht er freilich nicht so häufig auf. Es sei denn, um Tore zu schießen, wie jetzt in Leipzig.

In der vorigen Saison war Johnson der Pechvogel des ersten Spieltages. Er zog sich einen Faserriss zu und erlebte den Absturz der Fohlenelf nur von der Tribüne aus mit. Als Andre Schubert übernahm, kehrte der Vielseitige ins Team zurück, und zeitglich begann Borussias Aufstieg.

Das ist gewiss nicht allein Johnsons Rückkehr geschuldet, aber der laufstarke Flügelmann ist ein wichtiges Puzzleteil im Mosaik des Trainers. Oft unauffällig, aber für die Balance im Team eminent wichtig. Läuferisch stark, taktisch klug und manchmal eben auch als Torschütze zur Stelle, in Leipzig übrigens erstmals seit fast sieben Monaten in der Liga.

In der Anfangsphase brachte Borussia in Leipzig zunächst herzlich wenig zu Stande. Höhepunkt der ersten Hälfte: Ein Lattentreffer, ebenfalls von Johnson, der nach Zuspiel von André Hahn den Ball aufs RB-Tor gedonnert hatte. Hier hatte er noch Pech, doch dann verhinderte der US-Amerikaner in der Schlussphase kurzentschlossen mit seinem Schrägschuss Borussias nächste Auswärts-Niederlage.

Und sorgte für Freude bei Andre Schubert, der am Spieltag genau seit einem Jahr als Chefcoach der Borussen im Amt war. Und bei Sportdirektor Max Eberl, der seinen 43. Geburtstag feierte. Dank Johnson mit deutlich besserer Laune.

Oliver Bitter