DFB-Pokal

Thüringen: Carl Zeiss Jena zieht ins Landespokalfinale ein

Landespokale: Großaspach geht in Ulm unter

Jena zieht vor 632 Zuschauern ins Landespokalfinale ein

Carl Zeiss Jena (hier Torschütze René Lange) zog gegen Nordhausen ins Finale des Thüringen-Pokals ein - erstmals wieder vor Zuschauern.

Carl Zeiss Jena (hier Torschütze René Lange) zog gegen Nordhausen ins Finale des Thüringen-Pokals ein - erstmals wieder vor Zuschauern. imago images

Die entscheidenden Tore für Carl Zeiss erzielten René Lange per Foulelfmeter (59.) und Niclas Fiedler (79.) gegen die Hausherren, die Ende Juni Insolvenz angemeldet hatten und in die Oberliga herabgestuft worden waren. Jena, das als Tabellenletzter aus der 3. Liga abgestiegen ist, trifft somit am "Finaltag der Amateure", der am 22. August stattfinden soll, im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld auf den Oberligisten FSV Martinroda, der sich bereits im März für das Endspiel qualifiziert hatte.

Die Partie in Nordhausen war das erste Pflichtspiel in Deutschland, bei dem wieder Zuschauer erlaubt worden waren - Karten gingen allerdings nur an die Gastgeber, Gästefans waren nicht erlaubt. Insgesamt 632 Schaulustige fanden sich laut MDR auf der Tribüne ein.

Zuschauer auch in Leipzig genehmigt

Zwei Stunden später feierte auch der Chemnitzer FC sein Pflichtspiel- und Zuschauer-Comeback. Der CFC trat im sächsischen Landespokal-Halbfinale beim Oberligisten FC International Leipzig an und zog dank eines 3:0-Siegs ins Finale ein. Danny Breitfelder (19.), Christian Bickel (43.) und Tobias Müller (Foulelfmeter, 89.) trafen für den Absteiger in die Regionalliga, dem im Falle des Landespokalsiegs ein Erstrunden-Duell im DFB-Pokal gegen die TSG Hoffenheim winkt. 1000 Zuschauer waren im Bruno-Plache-Stadion zugelassen, der MDR berichtete von einigen hunderten anwesenden Zuschauern.

Überraschend musste sich dagegen Lok Leipzig aus dem Wettbewerb verabschieden: Das 0:1 beim Oberligisten wurde von zahlreichen Zuschauern begleitet, 500 Fans beider Teams waren zugelassen. Somit trifft Eilenburg im Finale auf Chemnitz.

Berlin: Kölns DFB-Pokal-Gegner wird gesucht

Auch in Berlin wurden die Landespokalfinalisten ausgespielt. Die Regionalligisten Viktoria Berlin (3:0 gegen Berliner SC) und VSG Altglienicke (5:1 beim BFC Dynamo) qualifizierten sich beide recht deutlich für das Endspiel, der Sieger dort trifft dann im DFB-Pokal auf den 1. FC Köln.

Großaspach geht in Ulm unter

Die SG Sonnenhof Großaspach muss ihre DFB-Pokal-Träume dagegen begraben. Der Absteiger aus der 3. Liga, der mit einem umgebauten Team beim SSV Ulm antrat, lag bereits nach 45 Minuten mit 0:4 hinten und verlor letztlich mit 0:6. Somit zieht Ulm ins Finale ein und trifft dort auf den TSV Balingen, der Pfedelbach mit 4:0 besiegte. Der Württemberg-Pokalsieger empfängt im DFB-Pokal dann den Zweitligisten Erzgebirge Aue.

psz

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