Nordost

Jena besiegt Meuselwitz: "Es ging darum, zu bestehen"

FCC-Serie hält an

Jena besiegt Meuselwitz glanzlos: "Es ging darum, zu bestehen"

René Klingbeil und Jena wollen in den drei verbleibenden Spielen vor der Winterpause die volle Punktzahl einheimsen.

René Klingbeil und Jena wollen in den drei verbleibenden Spielen vor der Winterpause die volle Punktzahl einheimsen. IMAGO/Christoph Worsch

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Der FC Carl Zeiss Jena pirscht sich immer näher an die Spitzengruppe der Regionalliga Nordost. Am Samstag gewannen die Thüringer vor 3.806 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 1:0 gegen den ZFC Meuselwitz, sind somit bereits seit sieben Partien ohne Niederlage. Der Lohn: Platz sieben als Zwischenstation auf dem Weg nach oben. Acht Zähler sind es noch, die auf Liga-Primus Greifswald fehlen.

Die drei Punkte im kleinen Derby waren auch der Lohn für viele Helfer aus dem Umfeld, wie Trainer René Klingbeil betont: "Die ganze FCC-Familie war beteiligt. Am Vormittag haben vom Sportdirektor über die Mitarbeiter des Vereins und des Stadions bis zu vielen Fans alle mitgeholfen, damit wir überhaupt spielen können." Der Wintereinbruch ließ quasi den kompletten Spieltag in der Regionalliga ausfallen - bis auf Jena. Dort liegt zwar eine Rasenheizung im Boden, doch wegen einer fehlenden Wärmepumpe funktioniert die noch nicht. Also mussten alle mit ran, sogar Klingbeil selbst half, den Rasen vom Schnee zu befreien. Der Zeiss-Coach weiß: "Nur mit dieser Art Zusammenhalt kommst du aus dieser Liga raus."

Klingbeil: "Es ging darum, zu bestehen."

Und natürlich mit guten sportlichen Leistungen. Und die stimmen an den Kernbergen derzeit. Nach dem schlechten Start mit nur zwei Punkten aus den ersten sechs Spielen ist man endlich in der Spur, wenngleich man gegen Meuselwitz spielerisch nicht glänzen konnte. "Darum ging es auch nicht. Es ging darum, zu bestehen, Zweikämpfe zu gewinnen", sagt Klingbeil.

16. Spieltag

Und eben auch darum, vor dem Tor des Gegners effizient zu sein. Diesmal war es Elias Löder, der mit seinem achten Saisontreffer für den Erfolg sorgte. "Wir haben hinten wenig zugelassen, weil wir gut stehen. Vielleicht haben wir vorne zu wenig Chancen herausgespielt", bilanziert der Neuzugang vom Halleschen FC. Eine dieser Gelegenheiten nutzte er eiskalt: "Ich weiß, dass unsere Außen sich gut durchsetzen können. Und ich versuche, richtig zu stehen und das Ding reinzuhauen. Dass es geklappt hat, freut mich umso mehr", fügt der Angreifer an.

Nun stehen bis zum Winter noch drei Partien an. Erst in der Fremde bei Neuling Eilenburg am kommenden Sonntag, dann zweimal daheim gegen Chemnitz und den FSV Zwickau. Neun Punkte sind zu holen, die Zeiss-Elf will sie alle einsammeln: "Wir sind in einem kleinen Flow und wollen das bis zur Winterpause durchziehen", sagt Löder. Gelingt dies, ist der FC Carl Zeiss auch wirklich wieder ein Kandidat für die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost.

Ralph-Peter Palitzsch

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