Bundesliga

Javi Martinez: Saisonstart stark gefährdet

Für Guardiola hat die Gesundheit Priorität

Javi Martinez: Saisonstart stark gefährdet

Auch in China ein gefragter Mann: Javi Martinez (re.).

Auch in China ein gefragter Mann: Javi Martinez (re.). Getty Images

Aus Shanghai berichtet Karlheinz Wild

Pep Guardiola holte weit aus, als er sich zum Zustand und den Perspektiven seines Landsmannes äußerte: "Javi hatte eine große, große Verletzung", nämlich einen Totalschaden in diesem linken Knie, Kreuzband, der Meniskus und Sehnen waren gerissen. "Javi war ein Jahr verletzt." Passiert ist ihm dieses Unglück gegen Borussia Dortmund im Supercup 2014, im August.

"Bei einer solchen Verletzung braucht ein Spieler Zeit", übereilte Aktionen seien da schädlich, sagte der FCB-Trainer in Shanghai, lobte nebenbei - nach der von seiner Person initiierten Umstrukturierung der medizinischen Abteilung - die "super Physiotherapeuten" und einen Kniespezialisten, weswegen es "jeden Tag besser" werde.

Dennoch plagten den 2012 für 40 Millionen Euro aus Bilbao geholten zweikampf- und Kopfballstarken Profi jetzt nach dem "guten Start ein bisschen Probleme", so Guardiola. Der Coach hofft, dass Martinez, der ein Mann für das defensive Mittelfeld oder die Innenverteidigung ist, "in kurzer Zeit" zum Team zurückkommen und wieder spielen könne.

Aber dann kommt diese Einschränkung aus Guardiolas Mund: Die Verfügbarkeit der Nummer 8 bis zum Saisonstart "ist nicht das Wichtigste", auch nicht, "zu welchem Spiel er zurückkommen wird, das Wichtigste ist seine Gesundheit". Auch wenn Martinez erst "im Oktober" zurückkehre, "ist es okay", sagt Guardiola und nennt das Beispiel Holger Badstuber, der zwei Jahre verletzt gewesen sei. Das dürfe mit so tollen Spielern nicht passieren.

Klingt nicht besonders verheißungsvoll für Martinez, der in der vorigen Saison zum Ende ein einziges Bundesliga-Spiel in Leverkusen mitmachen konnte und durfte. Vielmehr hören sich Guardiolas Ausführungen nach einem langsamen und grundlegenden Aufbau für den Pechvogel Martinez an.