Tennis

Jannik Sinner hat starke Nerven: Finaleinzug gegen Bautista-Agut

Halbfinale in Miami: Dreisatzsieg nach Rückstand

Jannik Sinner hat starke Nerven: Finaleinzug gegen Bautista-Agut

Dreisatzsieg gegen Roberto Bautista-Agut: Jannik Sinner steht erstmals im Finale eines Masters-Turnier.

Dreisatzsieg gegen Roberto Bautista-Agut: Jannik Sinner steht erstmals im Finale eines Masters-Turnier. picture-alliance

Viel Hin und Her in Satz eins: Bautista-Agut mit besseren Nerven

Das Halbfinale in Miami startete für den 32-jährigen Routinier aus Spanien wie gemalt: Schon das erste Aufschlagsspiel konnte Bautista-Agut dem 19-jährigen Südtiroler abknöpfen. Die Führung hielt allerdings nur bis zur Mitte des ersten Satzes, dann schlug Sinner per Break zum 3:3 zurück und setzte seinen Kontrahenten mit zwei weiteren gewonnen Aufschlagspielen unter Druck. Diesem konnte Bautista-Agut allerdings standhalten und glich zum 4:4 und 5:5 aus. Dann nutzte er einen zweiten von insgesamt fünf Breakbällen im ersten Durchgang, um das Match abermals zu drehen - bei 6:5 ließ sich der an Position sieben gesetzte Spanier nicht mehr aus der Ruhe bringen: 15:0, 30:0, 40:0 - Sinners Widerstand schien vorerst gebrochen. Zwar wehrte der Youngster noch einen Satzball ab, doch dann ging der erste Durchgang mit 7:5 an Bautista-Agut.

Sinner nutzt die zweite Breakchance zum Satzausgleich

Der zweite Durchgang war dann zunächst viel ausgeglichener - keiner der beiden Halbfinalisten gab sich bei eigenem Aufschlag eine Blöße. Beim Spielstand von 3:3 wurde es dann aber brenzlig für Sinner, denn der Service des Südtirolers streikte, so dass Bautista-Agut bei 40:0 plötzlich drei Breakbälle hatte. Doch Sinner kämpfte sich zum Einstand, wehrte einen weiteren Breakball ab und machte schließlich selbst den Punkt zur 4:3-Führung. Im folgenden Aufschlagspiel flatterten dann kurzfristig die Nerven des Spaniers, doch Sinner konnte den einen Breakball nicht nutzen und musste das 4:4 hinnehmen. Dennoch entschied der 19-Jährige den zweiten Durchgang für sich, weil er beim Spielstand von 5:4 Bautista-Agut massiv unter Druck setzte und schnell 4:0 vorne lag - einen Breakball wehrte der Spanier noch ab, doch dann war der Satz mit 4:6 weg.

Bautista-Agut: Erst Führung, dann Nerven

Und auch der dritte Satz bot viel Dramatik und Abwechslung. Bautista-Agut breakte zum 2:1 und schaffte sich ein kleines Polster, doch wie schon im ersten Durchgang schlug Sinner zum 3:3 zurück - in diesem Spiel machte der Spanier keinen Stich. Mit zwei durchgebrachten Aufschlagspielen hielt der Youngster den Druck hoch. Bei 4:5 wurde dieser zu hoch für den Spanier, der schnell 0:40 hinten lag. Sinner hatte drei Matchbälle und nutzte den ersten davon zum Finaleinzug.

Im Finale gegen Favoritenschreck Hurkacz

Damit ist Sinner der vierte Teenager, der es ins Finale von Miami geschafft hat und reiht sich in eine prominente Liste ein: Vor ihm schafften dies nur Andre Agassi, Rafael Nadal und Novak Djokovic. Im Finale des Masters trifft der junge Italiener nun auf den Überraschungsspieler Hubert Hurkacz.

Der Pole hatte im Verlauf des Turniers in Florida schon die beiden Kanadier Denis Shapovalov (an Position 6 gesetzt) und Milos Raonic (12) sowie den griechischen Spitzenspieler Stefanos Tsitsipas (2) ausgeschaltet. Der 24-jährige 1,96-Meter-Hüne war in Miami selbst an Position 26 gesetzt.

bst