Bundesliga

Isak-Transfer: Tuchel bezieht Stellung

BVB-Coach tritt außerplanmäßig vor die Presse

Isak-Transfer: Tuchel bezieht Stellung

Trat am Mittwoch vor die Presse: Dortmunds Trainer Thomas Tuchel.

Trat am Mittwoch vor die Presse: Dortmunds Trainer Thomas Tuchel. imago

Tuchel nahm dabei Stellung zu einem Medienbericht, demzufolge er "nicht, beziehungsweise erst sehr spät" von der Verpflichtung Isaks informiert worden sei. "Es gibt Transfers, in die ich als Trainer komplett involviert bin. Und es gibt Transfers wie Isak, bei dem das Scouting und Michael Zorc die große Vorarbeit leisten. So war es bei Ousmane Dembelé und Emre Mor. Bei solchen Transfers kommt meine Person sehr spät zum Tragen."

Bei seinem insgesamt sechsminütigen Auftritt vor der Presse bemühte sich Tuchel den Eindruck zu entkräften, dass Isak über seinen Kopf hinweg verpflichtet worden ist. Zweimal sprach der 43-Jährige am Mittwoch von einem "ganz normalen Vorgang" und einem "sehr kurzfristigen Deal". Tuchel weiter: "Ich kannte Isak vorher nicht. Als er mir dann aber vorgestellt wurde, machte seine Verpflichtung zu einhundert Prozent Sinn." Offenbar erfuhr der BVB-Coach erst in der vergangenen Woche, dass die Tür für Isak, der schon mit Real Madrid handelseinig schien, aufgehen könnte. Vorher hatte sich Tuchel mit dem schwedischen Sturmtalent noch nicht beschäftigt. Auch das bezeichnete er als ein Stück Normalität: "Es ist nicht möglich, dass ich alle 16-, 17-Jährigen kenne."

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Verhältnis zu BVB-Bossen "freundschaftlich und professionell"

Tuchel nutzte am Mittwoch auch die Gelegenheit, über sein angeblich schwieriges Verhältnis zu den BVB-Bossen zu sprechen. Er bezeichnete die Zusammenarbeit mit Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc erneut als "sehr professionell und freundschaftlich", sagte aber auch, dass auch nach eineinhalb Jahren Zusammenarbeit der Prozess des Kennenlernens noch immer nicht abgeschlossen sei.

Thomas Hennecke

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