EM

Irland vor Italien: "Wir wissen, was zu tun ist"

Coach Martin O'Neill glaubt an seine Truppe

Irland vor Italien: "Wir wissen, was zu tun ist"

Wähnt seine Mannen bereit für Italien: Irlands Trainer Martin O'Neill.

Wähnt seine Mannen bereit für Italien: Irlands Trainer Martin O'Neill. Getty Images

Aus Lille berichten Jörg Wolfrum und Frank Linkesch

"Die Spieler wissen, was zu tun ist. Sie sind bereit", unterstrich O'Neill rund um das Abschlusstraining seiner Mannschaft, das aufgrund des schlechten Rasens im Quartier in Versailles absolviert wurde. In Lille war den "Boys in Green" - wie auch den Italienern - 24 Stunden vor dem Match nur eine Begehung des Spielfeldes gestattet.

Spielersteckbrief Hoolahan
Hoolahan

Hoolahan Wesley

Spielersteckbrief S. Long
S. Long

Long Shane

Spielersteckbrief Clark
Clark

Clark Ciaran

Spielersteckbrief Coleman
Coleman

Coleman Seamus

Trainersteckbrief O'Neill
O'Neill

O'Neill Martin

Europameisterschaft - Vorrunde, 3. Spieltag
Europameisterschaft - Tabelle - Gruppe E
Pl. Verein Punkte
1
Italien Italien
6
2
Belgien Belgien
6
3
Irland Irland
4

Trainer O'Neill vertraut derweil darauf, dass sein Team "eine brillante Leistung wie gegen Schweden" abliefert. Zumindest über weite Strecken war das gegen die Skandinavier zum Auftakt geglückt, bevor Ciaran Clark ein Eigentor zum 1:1 unterlief. Wesley Hoolahan hatte auf Vorarbeit von Seamus Coleman die Iren in Front gebracht, der Rechtsverteidiger sagte jetzt: "Das 0:3 gegen Belgien danach war extrem enttäuschend. Für uns, aber auch für die Fans. Nun wollen wir den Anhängern etwas zum Feiern geben." Und, legte der Everton-Profi nach: "Wir spielen auch für unseren Trainer."

Coleman: "Jetzt geht's richtig los"

Dabei geht es gar nicht um dessen Job, der 64-Jährige hat noch einen Vertrag bis 2018. Das Verhältnis zwischen Manager und Team ist seit dessen Amtsübernahme 2013 als Nachfolger von Giovanni Trapattoni bestens, O'Neill belegt es am Vortag des Duells mit einer Streicheleinheit für Coleman. Und die emotionalen Momente mit dem Sieg über Deutschland, der anschließenden Niederlage gegen Polen und dem Play-off gegen Bosnien-Herzegowina haben das positive Binnenklima nur noch verstärkt. Man habe beim 1:1 in Bosnien-Herzegowina und beim 2:0 zu Hause zu viel investiert, um zu sagen: "Jetzt geht's im Achtelfinale richtig los und wir sind nicht dabei", wie es Coleman ausdrückt.

Seamus Coleman

Freut sich auf Italien und glaubt wie sein Trainer an die irische Einheit: Seamus Coleman. Getty Images

Dass das bereits für die K.-o.-Runde qualifizierte Italien eine Wechselorgie von bis zu neun Spielern vollziehen könnte, wollte O'Neill nicht als Vorteil für sein Team sehen. Die Mannschaft seines Kollegen Antonio Conte wisse "wie keine andere", was es heißt, eine Endrunde zu spielen.

Irlands Coach jedenfalls erwartet kein leichtes Spiel. "Egal wer aufläuft, es werden Spieler mit Topqualität sein. Wir werden mit maximaler Energie agieren müssen", ist sich der Trainer sicher. Doch Kraft und Saft alleine, gab O'Neill zu bedenken, "werden nicht ausreichen. Neben aller Kreativität Power brauchen wir auch Kreativität." Wichtig sei es, "von Anfang an gut reinzukommen".

Trotz der herben Niederlage gegen Belgien und dem am Ende etwas enttäuschenden Remis gegen Schweden sagt Nationaltrainer O'Neill: "Es macht uns viel Spaß hier, wir wollen noch lange bleiben." Das wollen die Fans auch, die wie bei früheren Groß-Turnieren seit der erstmaligen EM-Teilnahme 1988 in Deutschland allerorten wieder für stimmlich untermalte Farbtupfer sorgten. "Sie haben so viel Geld ausgegeben, um hier zu sein. Wir wollen sie belohnen."

mag