3. Liga

Investor Mikhail Ponomarev steht beim KFC Uerdingen vor der Rückkehr

Am Montag muss eine Entscheidung fallen

Investor Ponomarev steht in Uerdingen vor der Rückkehr

Folgt schon bald seine Rückkehr zum KFC? Mikhail Ponomarev.

Folgt schon bald seine Rückkehr zum KFC? Mikhail Ponomarev. imago images

Fußball-Drittligist KFC Uerdingen führt gleich zwei Überlebenskämpfe gleichzeitig. Am Sonntagmittag trat das Team von Trainer Stefan Krämer erstmals im Stadion in Lotte an und erlitt im Abstiegskampf gegen den MSV Duisburg eine bittere Niederlage (1:2). Parallel dazu muss kurzfristig eine tragfähige Lösung für die Spielbetriebs-GmbH gefunden werden - und die könnte es in sich haben.

Denn nach kicker-Informationen bahnt sich die zumindest kurzfristige Rückkehr von Investor Mikhail Ponomarev an. Demnach könnte der im Januar als Präsident des eingetragenen Vereins (e.V.) zurückgetretene Russe zumindest für den Rest der Saison einspringen, um die Lizenz für die nächste Saison und den laufenden Spielbetrieb zu sichern.

Von den neuen Verantwortlichen nichts zu sehen

Dabei hatte Ponomarev erst vor wenigen Wochen seine Anteile am KFC an die armenische Noah Company verkauft. Doch von den neuen Verantwortlichen ließ sich bis heute niemand in Krefeld blicken. Statt einer finanziellen Entspannung der Lage folgte eine Verschärfung. Inzwischen ist selbst rudimentäres Fußballtraining regelmäßig nicht mehr möglich, Krämer sprach von Bedingungen wie bei einer Betriebsmannschaft.

Wie eine Rückabwicklung des Verkaufs an Noah genau aussehen könnte, ist unklar. Zuletzt hatten sich sowohl der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Claus-Peter Kruth als auch der Verein in Schweigen gehüllt, wie es konkret um die Spielbetriebs-GmbH und die Fortsetzung des Spielbetriebs bestellt ist.

Die Frist läuft ab

Spätestens am Montag nun muss aber eine Entscheidung fallen. Denn das staatliche Insolvenzgeld wird nur für drei Monate gezahlt und soll bereits für Januar, Februar und rückwirkend auch den Dezember gezahlt worden sein. Zuletzt hatte auch Kruth mitgeteilt, dass bislang lediglich die Spiele in Wiesbaden und nun gegen Duisburg gesichert seien. Spätestens am 01. März muss also ein neuer Geldgeber die Kosten der ersten Mannschaft übernehmen - möglicherweise Ponomarev gemeinsam mit weiteren Rettern.

Außerdem müssen dann die Unterlagen für den Lizenzantrag für die kommende Saison beim DFB-Vorliegen. Der KFC soll als möglichen Spielort darin übrigens das Stadion in Lotte angegeben haben. Ob der DFB das genehmigt, ist unsicher. Wie so vieles in Uerdingen. Am Montag könnte es Klarheit geben.

Jim Decker

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