2. Bundesliga

"Inakzeptabler Übergriff": Fan attackiert jubelnde Lauterer - Hansa reagiert auf Eklat

Unschöne Szene am Rande des 0:3 gegen Kaiserslautern

"Inakzeptabler Übergriff": Fan attackiert jubelnde Lauterer - Hansa reagiert auf Eklat

Unschöne Szenen in Rostock: Während und nach dem Spiel brachen vereinzelt Zuschauer auf den Rasen durch.

Unschöne Szenen in Rostock: Während und nach dem Spiel brachen vereinzelt Zuschauer auf den Rasen durch. IMAGO/Ostseephoto

Für den FC Hansa Rostock geriet das Kellerduell mit Kaiserslautern zu einem Nachmittag zum Vergessen: Nicht nur, dass am Ende eine deutliche 0:3-Niederlage stand, durch die man noch tiefer in die Krise rutschte. Vielmehr sorgte erneut ein Anhänger der Rostocker für Aufsehen. Doch was war passiert?

Nach einer schwachen ersten Hälfte samt Gelb-Roter Karte für Innenverteidiger Oliver Hüsing konnte sich Rostock glücklich schätzen, mit nur einem Tor Rückstand in die Halbzeit gegangen zu sein. Nach der Pause zeigte sich die Kogge grundverändert und schnupperte durch Nils Fröling zwischenzeitlich sogar am Ausgleichstreffer. Im Anschluss traf Ragnar Ache die Ostseestädter allerdings tief ins Mark und vernichtete mit seinen Treffern zwei und drei an diesem Nachmittag endgültig jegliche Hoffnungen der Rostocker. Beim Jubel des FCK im Nachgang des 3:0 brannten einem Zuschauer dann jegliche Sicherungen durch. 

Zum Spiel

Ache kritisiert die Rostock-Fans

Der Mann rannte auf das Feld und attackierte die jubelnden Gäste-Spieler, bevor er von mehreren Spielern beider Seiten sowie vom Ordnungspersonal vom Rasen befördert wurde. Er habe sich gefragt, wie so etwas passieren könne, erklärte Dreifachtorschütze Ache direkt nach dem Spiel bei Sky und kritisierte den Rostocker Anhang deutlich. "Ich finde persönlich, das kann man nicht machen. Wie schlecht das Spiel auch ist, als Fans muss man das akzeptieren", so Ache. Am Ende des Tages, sei aber "nichts Schlimmes" passiert, meinte der Stürmer. 

Das Spiel selbst konnte nach einer Durchsage des Stadionsprechers ohne weitere Vorkommnisse zu Ende gebracht werden. Zwischenzeitlich hatte Schiedsrichter Florian Badstübner laut Sky-Informationen beide Mannschaften gebeten, den Rasen direkt nach Spielschluss zu räumen, weil aber ein großer Teil der Heim-Fans das Stadion zum Schlusspfiff bereits verlassen hatte, war das schlussendlich nicht nötig. Einzelne Versuche, auf das Spielfeld durchzudringen, wurden von den Ordnern schnell abgefangen. 

Wie die Polizei Rostock nach dem Spiel mitteilte, "wurde Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs und versuchter Körperverletzung" gegen den Zuschauer gestellt. Demnach sprang der Fan von der Ost-Tribüne in den Stadioninnenraum und gelang so auf das Spielfeld.

Hansa entschuldigt sich für "inakzeptablen Übergriff"

Einige Stunden nach Schlusspfiff reagierte Hansa auf der Vereinswebsite auf die Vorkommnisse und entschuldigte sich beim FCK und dessen Spielern "für diesen inakzeptablen Übergriff". Der Verein bedauere den Zwischenfall.

Für Rostock rundeten diese Bilder einen gebrauchten Tag endgültig ab: Nur eines der nun elf vergangenen Ligaspiele endete mit einem Sieg für Hansa, drei der vergangenen fünf Partien gingen verloren. Tabellarisch ist das rettende Ufer nun drei Punkte in die Ferne gerückt, mit 22 Zählern belegt Rostock weiterhin den 17. Tabellenrang. 

Im Anschluss an die Partie kam es nach Vereinsangaben vor dem Ostseestadion zu einer Aussprache zwischen rund 250 Hansa-Fans und der Mannschaft sowie dem Trainerteam. Der Zweitligist sprach von einem "emotionalen, aber konstruktiven Austausch", bei dem es "keine Vorkommnisse" zu vermelden gebe. Die aktive Fanszene hatte sich zuvor noch während der laufenden Partie aus der Südkurve zurückgezogen.

cfr, pja