Bundesliga

"Die Lust geweckt": Svensson in den Fußstapfen von Tuchel und Klopp

Neuer FSV-Coach will seinen eigenen Weg gehen

"In mir die Lust geweckt": Svensson in den Fußstapfen von Tuchel und Klopp

Förderer in Mainz: Jürgen Klopp (links) und Thomas Tuchel (rechts) hatten Einfluss auf Bo Svensson.

Förderer in Mainz: Jürgen Klopp (links) und Thomas Tuchel (rechts) hatten Einfluss auf Bo Svensson. imago images (2)

"Ich habe sehr viel mitgenommen von beiden. Bei Thomas habe ich länger als bei Kloppo gespielt, wo ich zu Beginn meiner Zeit in Mainz auch lange verletzt war. Beide haben in mir die Lust geweckt, Trainer zu werden", sagte Bo Svensson bei seiner Vorstellung. Der Ex-Profi erhielt einen Vertrag bis 30. Juni 2024, der für die Bundesliga und 2. Liga gilt. Sportvorstand Christian Heidel ließ durchblicken, dass sich Mainz die Rückholaktionen jene 1,5 Millionen Euro Ablöse "plus ein Schnapsglas drauf" kosten lässt, die der Klub im September 2019 vom österreichischen Zweitligisten FC Liefering erhalten hatte.

Am Dienstagnachmittag leitet Svensson das erste Training am Bruchweg, in den nächsten Tagen will er sich einen detaillierten Eindruck verschaffen, auch wenn er in den vergangenen Monaten immer mehr nach Mainz geblickt hat als zu anderen Bundesligisten. Dabei wird der neue Chefcoach auch in die Mannschaft hineinhorchen, um ein Rezept gegen den mangelnden Teamgeist zu finden. Klar ist bereits, dass Danny Latza Kapitän bleibt, alles andere wird von Svenssons Eindrücken abhängen.

Leeds mit Interesse an Mateta?

Dazu zählt auch die Verfahrensweise mit Jean-Philippe Mateta. Der FSV-Stürmer hat mit sieben Saisontoren die mit Abstand meisten Treffer in dieser Saison erzielt, verhält sich jedoch nicht immer mannschaftsdienlich. "Stand heute wird es da keine Veränderung geben", sagt Heidel und will sich damit ebenfalls noch nicht wirklich festlegen. In England gibt es Gerüchte, Leeds United habe Interesse an dem Franzosen. Ein Verkauf würde Mainz mit jenen Finanzmitteln ausstatten, die für einen Umbau der Mannschaft notwendig wären. Ob ein derartiges Vorhaben im Winter sinnvoll ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

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"Der Trainer ist die wichtigste Person im Klub, Mainz 05 hat eine Reihe von guten Trainern hervorgebracht. Bo ist auch ein Stück Mainz 05", betonte Heidel, der Svensson an Heiligabend erstmals kontaktierte. Über die Weihnachtstage wurden die Gespräche intensiver. Der ehemalige Profi und U-19-Trainer des FSV war Feuer und Flamme für die Chance, an alter Wirkungsstätte Bundesliga-Trainer zu werden. "Ich bin erst der fünfte dänische Coach, darunter sind große Namen, es ist eine Ehre mein Heimatland auf diese Art zu repräsentieren", sagte Svensson. Die bisherigen Trainer waren Morten Olsen, Kasper Hjulmand, Sören Lerby und Frank Arnesen - wobei Arnesen beim Hamburger SV nur für ein Spiel als Interimstrainer fungierte.

Svensson sieht seine Aufgabe in Mainz deutlich langfristiger. Mit dem neuen Chefcoach wurde auch das Trainerteam verändert. Nach Jan-Moritz Lichte wurde auch Michael Falkenmayer freigestellt, Patrick Kaniuth bleibt Assistent. Mit Svensson kehrt Assistenztrainer Babak Keyhanfar aus Österreich an den Bruchweg zurück. Außerdem gehört in Tijan Njie ein weiterer Videoanalyst zum Staff, der darüber hinaus unverändert bleibt.

Michael Ebert

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